Kennt ihr noch die Serie Nowhere Man? Ein Typ geht im Restaurant aufs Klo und als er zurückkommt, kennt ihn niemand mehr. So ähnlich ist die Geschichte bei den Vergessenen. Julianne Moore hat ihren Sohn bei einem Flugzeugabsturz verloren. Eines Tages fehlen plötzlich nicht nur alle Aufzeichnungen über ihn, niemand außer ihr kann sich überhaupt noch an ihn erinnern. Ist sie nun verrückt geworden? Oder ist es Teil einer Verschwörung? Und warum wird sie vom NSA gejagt?
Der Film beginnt schon schleppend. Die etwas senil aussehende Moore heult die ersten 20 Minuten des Films fast durchgehend und strapaziert damit die Nerven des Zuschauers. Später lernt sie dann einen Leidensgenossen kennen und der Film entwickelt sich zu einer Mischung aus Auf der Flucht und Akte X. Spannend ist er dabei fast überhaupt nicht. Übel wird es aber dann zum Ende des Films hin, wenn die Auflösung kommt (Achtung, Spoiler!): Ein mächtiges Alien experimentiert mit dem inneren Band zwischen Mutter und Kind, indem es Erinnerungen löscht. Das ist nicht nur eine total bescheuerte Erklärung der Geschehnisse, es begründet auch viele Dinge gar nicht. Warum war denn die NSA überhaupt hinter Moore her? Warum war das Alien früher Direktor einer Fluggesellschaft? Wenn es nur um Mutter und Kind ging, warum mußte Moores Ehemann sie vergessen? Warum war ihr Psychiater in die Geschichte eingeweiht? Das sind nur ein paar von noch vielen offenen Fragen. Mit der Logik hatte es der Film also nicht so.
Da mir auch die Filmmusik zu kitschig war, will ich aber dennoch erwähnen, daß der Film auch gute Seiten hatte. Nämlich drei Szenen mit guten Überraschungseffekten: Einmal einen Autounfall und dann zwei Alien-Entführungsszenen eines NSA Beamten und einer Polizistin.
Fazit: Ein absolut hanebüchener Film, der permanent schlechter wird.