Die junge Mutter Telly Paretta trauert um ihren tödlich verunglückten Sohn. Als ihr Psychater ihr eines Tages eröffnet, sie hätte niemals einen Sohn gehabt, geraten Dinge in Bewegung, die besser im Verborgenen geblieben wären. Telly stellt engerische Nachforschungen an und schon bald stösst sie tatsächlich auf Ungreimtheiten und hartnäckige Agenten, die ein unglaubliches Geheimnis hüten.
Joseph Rubens "Die Vergessenen" beginnt sehr solide und konstruiert eine durchaus spannende, wenn auch nicht sonderlich einfallsreiche Verschwörungsgeschichte. Trostlose Großstadt-Bilder und seichte Klänge sorgen für eine angenehm düstere Atmosphäre. Im Folgenden geht "Forgotten" aber doch ein wenig die Puste aus und die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich wenig überraschend. Ob es unbedingt einem Außerirdischen-Element bedurft hätte, ist zumindest zweifelhaft. Ich persönlich hätte mir stattdessen lieber eine bodenständigere Mystery-Geschichte gewünscht.
Keine Meisterleistungen aber immerhin solide Performances liefern Julianne Moore und Dominic West. Beiden fehlt naturgemäß ein wenig das Charisma und echte Sympathieträger bzw. Publikumslieblinge waren sie ohnehin nie. Im weiteren ist noch Gary Sinise mit einer unauffälligen Leistung im Part des Dr. Jack Munce zu sehen.
Was "Die Vergessenen" letztlich wirklich runterreißt, ist das bescheuerte Ende, welches ab ca Filmminute 70 das gesamte Potential der Story - soweit denn vorhanden - völlig verschenkt. Total daneben!
Im Hinblick auf die hübsche technische Umsetzung und einen sehenswerten Filmauftakt will ich nochmal 5 Punkte springen lassen. Es kommt wirklich nicht häufig vor, daß ein Film durch sein Ende kaputt gemacht wird...
(Das alternative Ende ist etwas besser aber auch kein Bringer)