Diese recht solide Mischung aus Paranoia-Thriller und Alien-Entführungsdrama weiß nicht komplett zu überzeugen.
Die Darsteller sind wirklich sehr respektabel, auch wenn man sich an die kühle Julianne Moore erst gewöhnen muss und Gary Sinise nur eine winzige Rolle zukommt.
Die Kameraführung ist bis auf wenige, nicht wirklich überzeugende Wackel-Bilder (als Stilmittel) zu Beginn eher zurückhaltend, ebenso ist die Ausstattung durchaus passend sehr spartanisch, speziell im Finale.Der Spass beginnt ganz und gar nicht überzeugend - man muss der Moore lange beim Trauern und Heulen zu sehen, worauf ich gerne verzichtet hätte. Na ja, es geht darum, eine emotionale Bindung zur emotional extrem angespannten Hauptdarstellerin aufzubauen, doch diese fällt zunächst sehr nervig aus.
Dann kommen klassische Paranoia-Elemente hinzu, die aber recht schnell fallen gelassen werden und dann einer Jagd durch Regierungsbeamte Platz machen müssen. Immerhin gelingen dem Film dabei einige gute Spannungsmomente. Dass dabei fast schon etwas früh klar wird, dass die Geschichte dann in Richtung Alien-Thematik hinführt, fand ich etwas enttäuschend, begann der Film doch so ruhig. Aber man sollte bedenken, dass dieses Werk wieder eines der "Akte X"-Spätfolgen darstellt, nur eben mit hohem Budget.Tatsächlich muss ich eingestehen, dass ich letztlich doch eine emotionale Verbindung zur Hauptfigur hergestellt habe und mich das Finale nicht kalt gelassen hat, auch wenn es dann doch etwas zu plump und nicht wirklich befriedigend aufgelöst daherkommt. Immerhin gelingt es nochmal, mit einem Schock die Zuschauer kurz vor Ende aus den sporadisch auftretenden Sekundenschläfen aufzuschrecken...
Fazit: nicht perfekt, etwas zu deprimierend, aber wer dem Entführungsthema etwas abgewinnen kann, der wird sich doch daran erfreuen können.