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Telly (Julianne Moore) kommt nicht über den Tod ihres Sohnes hinweg, der im Alter von acht Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Ihr Psychiater (Gary Sinise) eröffnet ihr später, dass sie nie einen Sohn hatte und sich das alles nur eingebildet hat. Unwillig, dies zu glauben, versucht sie mit Ash (Dominic West), der unter einem ähnlichen Schicksal leidet, zu beweisen, dass ihre Kinder gar nicht tot sind.

Das alles klingt eher nach einem Drama und die ersten Minuten lassen auch ein solches erwarten. Allerdings ändert sich das im weiteren Verlauf der Storyline, die schnell in einen Paranoia- und Verschwörungsthriller übergeht. Die Spannungskurve baut sich langsam auf, zwischendurch hat der Film auch immer wieder überraschende Sequenzen zu bieten. Leider driftet der Film nach der ersten Hälfte erst langsam, zum Ende hin dann recht zügig ab, es kommt zu manch sinnfreier Aktion und einem überraschend lahmen Ende.
Der Score von James Horner gibt sich Mühe, immer recht bedrohlich zu wirken und leistet seinen Beitrag zur immerhin teilweise vorhandenen Spannung. Trotzdem war da insgesamt mehr drin, wenn ich der grundsätzlichen Thematik auch was abgewinnen kann und den Film daher nicht ganz so negativ sehe, wie er auf vielen Seiten wegkommt.
Die Darstellerriege wird nun nicht sonderlich gefordert, das Skript lässt Julianne Moore und Dominic West immer wieder arg theatralisch agieren. Gary Sinise hatte etwas wenig Screentime, liefert aber ganz gut ab.

Als Doppelfolge in der „Twilight Zone“ wäre der Film besser aufgehoben gewesen. Als Mystery-Thriller nimmt er leider auf seinem Weg ein paar falsche Ausfahrten und lässt vom Szenario zu viel ungenutzt. Immerhin kurzweilig, wenn auch kein großer Wurf.

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