Bei einer Erdölbohrung mit einem bemannten Bohrer stößt man auf eine Art Hohlwelt, wo ein T-Rex gleich mal vier der fünf Besatzungsmitglieder frisst. Eine neue Expedition soll den letzten Dinosaurier erforschen.
Auweia, was für ein Trash-Dino. Objektiv betrachtet passt hier gar nichts. Die Tricks sind auch für 1977 unter Berücksichtigung eines kaum vorhandenen Budgets ziemlich mau, das Drehbuch ist schlicht grausig, die Darstellenden bieten eine breite Palette von Overacting über herumstehen bis hin zu grad noch okay und die Regie ist bestenfalls uninspiriert.
Subjektiv betrachtet wird es ein bisschen besser, so man mit Dinos und Monstertrash etwas anfangen kann. Denn dann wird in der ersten halben Stunde ein netter kleiner Trash-Abenteuer-Spaß geboten, der mit der Anküdigung einer Expedition und ein paar Kabbeleien zwischen Frau und Mann Hauptfiguren direkt gut losgeht.
Es wird auch nicht lange gefackelt, bis die Expedition losgeht und man ohne Umschweife am gewünschten Ziel anlangt. Dass der Laser das Bohrfahrzeug komplett in rotes Licht einhüllt, ist noch zum Schmunzeln. Zum Schreien komisch sind dann ein Pterodaktylus, der nur vor der Kamera schwebt und besagter T-Rex aus Gummi, der beständig mit dem Kopf wackelt und den Unterkiefer auf und zu klappt. Zuvor hat man schon mit Matte Painting und Modellen versucht, etwas hinzubekommen, was zwar durchaus ein bisschen liebevoll wirkt, aber halt leider nicht gut ausschaut. Erstklassiges Trash-Niveau eben, was dann getoppt wird, wenn die Expedition den ersten Verlust hinnehmen muss, wenn eines ihrer Mitglieder, wie annodazumal 1933 ein Eingeborener von King Kong, von Gummi-Rex in den Boden getreten wird, was nur leider weniger explizit und weniger gut ausschaut, als bei dem 44 Jahre älteren Film.
Leider endet dann ungefähr hier auch das Perlendasein dieses Trashs und Regie und Drehbuch offenbaren ihre eklatanten Mängel. So hat ein Großwildjäger grad mal ein normales Gewehr dabei, keine Spur einer Elefantenflinte und natürlich schlägt man das Lager auch mitten in der Pampa am matschigen Ufer eines Flusses auf, anstatt sich einen geschützen Flecken trockener Erde zu suchen. Auch verzichtet man auf die Suche nach dem überlebenswichtigen Fahrzeug, nachdem dessen Verschwinden bemerkt wurde. Im Übrigen wird dieses Fahrzeug samt Superbohrlaser mittels Batterien betrieben. Frau knutscht mal hier mal da, kann sich nicht zwischen den dauerwütenden Techniker und dem zunehmend geisteskranken reichsten Mann der Welt entscheiden. Lediglich den selbstredend edlen Massai-Jäger, der letztlich aber doch nur wie ein besserer Diener wirkt, steht nicht auf ihrem Speiseplan.
Urzeitmenschen treten auch auf, die Männer hässlich mit falschen Gebissen, die Frauen hübsch, alle gebeugt laufend mit hängenden und baumelnden Armen, was vermutlich die Nähe zum Affen suggerieren soll.
Das Drehbuch vertut sich dann schonmal mit der verstrichenen Zeit, sowohl was die Anwesenheit der Gruppe als auch die Überlebenszeit der Batterieladung angeht und in einen Zeitraum von sechs Stunden wird auch schon mal eine ganze Nacht eingeschoben, denn Todesszenen machen sich im Dunkeln vermutlich einfach besser. Und dass man mit archaischen Belagerungerungsgeräten perfekt zielen kann, gehört ebenso zu den Highlights des Drehbuchs, wie der Dino, der anscheinend perfekte Schleichen-Skills hat und sogar einen erfahrenen Jäger aus wenigen Metern Entferung überraschen kann. Die Story hält ansonsten während der letzten zwei Drittel wenig anderes als Längen bereit hält, obwohl mit einem Dinofriedhof, einer Annäherung an die Urzeitmenschen, Blutegel, vulkanischer Präsenz, einem Triceratops und beständigen Spannungen innerhalb der Gruppe ausreichend Potential vorhanden gewesen wäre. Man macht nur leider nichts daraus.
Das Potential der trashig-tollen ersten halben Stunde versickert leider im Schlamm der vulkanbetriebenen Hohlwelt mit Pinienwäldern und Laubbäumen. Schade, das hätte eine echte Trash-Dino-Granate werden können.
Ich will ein Remake, aber bitte mit handgemachten Effekten und nicht so einen Asylum/Sy-Fy-CGI-Quatsch. Danke.