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Aus dem seltsamen Schlamm, den er in einer Friedhofs-Gruft findet, formt das Würstchen Lionel kleine, dämonische Figuren, die daraufhin wie von Zauberhand zum Leben erwachen. Auf Lionels Geheiß machen diese "kleinen Teufel" mit Miniatur-Armbrust und Flammenwerfer prompt Jagd auf all diejenigen, die es sich mit dem Parade-Nerd verscherzt haben... weshalb es in der näheren Umgebung natürlich schon bald zu einigen mysteriösen Todesfällen kommt. Lionels Nachbar Ed, der eine Etage unter diesem im selben Mietshaus lebt, wird in das merkwürdigen Geschehen verwickelt, als er Zeuge wird, wie die kleinen Monster sich über seine notgeile Vermieterin hermachen. Gemeinsam mit seinen Freunden Doc Clapton und Lynn kommt Ed den Mini-Ungeheuern auf die Spur und unternimmt den Versuch, dem ganzen Spuk ein Ende zu bereiten... Die Erwähnung von - besseren - Mini-Monster-Streifen wie "Gremlins" und "Critters" auf dem Cover soll einen wohl auf eine falsche Fährte locken, denn mit den genannten Filmen hat "Little Devils - Die Geburt des Grauens" mal eher nur rudimentär was am Hut... und tatsächlich ist George Pavlous Billig-Filmchen auch von dem Niveau einer der "Critters"-Fortsetzungen noch meilenweit entfernt! Wer damals allerdings auch schon die "Ghoulies" ganz toll fand und auch auf "Hobgoblins" konnte, wird sich nun wohl auch noch irgendwo für die "Little Devils" begeistern können, auch wenn das Ganze mal nur ein ziemlich minderbemittelter Genre-Müll geworden ist und deshalb auch nur äußerst mäßige Unterhaltung bietet. Als augenscheinlicher Nachzügler einer kleinen Trendwelle ist die Chose allerdings mal echt ein paar Jahre zu spät dran, um auch bei anspruchslosen Videoten noch großartig für Furore zu sorgen, zumal es der Produktion ja echt an allem mangelt: Die dürftige Storyline ist gänzlich belämmert, die F/X rund um die titelgebenden Kreaturen stammen aus der untersten Schublade und der Versuch, so etwas wie eine seichte Horror-Comedy zum Laufen zu bringen, geht mächtig in die Hose und scheitert am völligen Unvermögen sämtlicher Beteiligter. Mit ein paar kleineren, locker über die Laufzeit verteilten Blut-Einlagen und Pyro-Gags mit brennenden Stuntmännern versucht Pavlou (der die Angelegenheit sogar noch weitaus dilettantischer angegangen ist als seine eh schon nicht besonders tollen, frühen Clive Barker-Adaptionen "Underworld" und "Rawhead Rex") die Aufmerksamkeit des Zuschauers irgendwie auf Krampf bis zum Abspann zu halten, was ihm aber mal nur solala gelingt. Negativer Höhepunkt des Films und wesentlich horribler als die mörderischen Umtriebe der kleinen Teufel ist dann aber doch der Auftritt von Stella Stevens, die sich im fortgeschrittenen Alter hier nochmal in ein Domina-mäßiges Leder-Kostüm gezwängt hat und ein wenig die Peitsche schwingt... und dafür auch ganz verdient das Gesicht mit Säure weggeätzt bekommt. Ach ja, der On Screen-Titel "Little Devils - The Birth" lässt vermuten, dass das vorliegende Filmchen mal wieder als Startpunkt für eine billige Genre-Franchise geplant gewesen sein könnte, zu der es dann im Anschluss aber - zum Glück! - nicht gekommen ist. Fazit: Schlimmer als die "Munchies" und der "Leprechaun" zusammengenommen und nah am Bodensatz... nicht nur des Horror-Genres, sondern der Filmgeschichte allgemein!

2/10

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