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Es ist wie jeder andere Tag im Büro bis F.B.I. Special Agent Jason Wells eine beunruhigende Nachricht erhält; er soll einen tragischen Tod sterben, um die lang gesuchte Terroristengruppe "Division 5" zu infiltrieren. Eine kleine hochexplosive Mischung und schon gibt es nur noch Jason Black, einen Killer, der vom besten Mann der "Division 5", Quinn Simmons etwas lernen möchte. Jason bekommt von Simmons, den alle den "Silencer" nennen, mehr als ihm lieb sein kann. Nach und nach stößt der mißtrauische Simmons auf die wahre Identität von Jason. Doch dieser gerät immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und stellt fest, daß er nur eine Figur im Spiel von viel Mächtigeren ist. Er kann niemanden trauen auf seinem unaufhaltsamen Weg an dessen Ende nur die Abrechnung stehen kann - auch mit sich selbst.

Eigentlich wollte ich das ehere Spätwerk des Kollegen Dudikoff (seh ich richtig, der dreht ja wieder nach fast zehn Jahren Pause) schnell zu den Akten legen, denn zumindest anfangs kommt dieser doch einfach viel zu bieder rüber. Die Rolle des Auftragskillers mit dem Ehrenkodex und dem üblichen letzten Auftrag vor dem Aussteigen kennt man ja bereits aus zig ähnlich gelagerten Streifen.
Auch unser Aushilfs Undercover Ermittler Jason wirkt wenig überzeugend in seinen Aktionen. Auch wenn er nicht wissen kann, das er längst enttarnt ist, macht er doch mehr Anfängerfehler als ein Epileptiker beim Bombenentschärfen. Er trifft sich alle paar Minuten mit seinem Vorgesetzten Cop in der Öffentlichkeit, nennt seinen Killer-Kollegen in der Azubi Phase beim Vornamen den er nicht kennen konnte und was mich sonst jeder Sniper Film lehrt, niemals den Lauf aus dem Fenster zu halten, macht er auch dauern verkehrt. Junge mach so weiter, dann ist dein Leben als Maulwurf sehr, sehr kurz.
Apropos Maulwurf, denn den gibt es auch beim FBI (sogar zwei, was mich dann doch überrascht hat, es ist nicht nur der allzu offensichtliche). Jason wird kurzerhand für eine Falle, dem Mord an einem Senator, mißbraucht, aber jetzt beginnt der Silencer überraschend ihm aus der Klemme zu helfen, was dann schon fast ein origineller Twist darstellt, denn auch hier gilt es gemeinsame Wege aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Ab hier stellt sich dann auch durchaus Interesse am Geschehen ein, denn man wandelt nicht mehr so sehr auf den ausgetretenen Pfaden wie zuvor.
Abstriche muß man allerdings in Sachen Action machen. Zweikämpfe stehen gar nicht auf der Tagesordnung und das höchste der Gefühle ist da ein sich überschlagenes Auto. Als Thriller ist Silencer nach holprigen Start durchaus genießbar, die großen American Fighter Actionzeiten scheinen aber definitiv vorbei zu sein.
6/10

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