kurz angerissen*
Ähnlich wie „Der Exorzist II“ versucht der zweite „Poltergeist“, den Einstieg über eine Ausweitung des im Original nur angedeuteten historischen Unterbaus der übernatürlichen Ereignisse zu finden und schickt einen Indianer zu einer Ausgrabungsstätte. Gruseliger macht man die Ereignisse damit wahrlich schon mal nicht.
Folgend konzentriert sich Brian Gibson darauf, die Neusiedlungsatmosphäre des Originals zu rekonstruieren. Dessen Ausgang erweist sich dabei als problematisch, denn Gibson hat nicht mehr das Haus zur Verfügung, das sich ja immerhin in einer tricktechnisch raffinierten Sequenz in Luft aufgelöst hatte. Aber das Haus der Schwiegermutter eignet sich erwartungsgemäß ebenso gut für neuen Budenzauber.
Ohne seine Trickeffekte wäre „Poltergeist“ letztlich verloren. Ohne die Trickeffekte und, ja ohne Julian Beck; es ist grundsätzlich nicht unbedingt eine glorreiche Idee, den Poltergeist einem Teufel gleich in menschlicher Form darzustellen, aber das Skelettgesicht Becks ist wahrlich beunruhigend und nachwirkend. H.R.Gigers Creature Design holt weitere Lorbeeren ein. Davon abgesehen ist die schwierige Produktionsgeschichte dramatisch spürbar, ebenso wie die stilistische Unsicherheit des Regisseurs.
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