Luc Crash wird von seiner Freundin Lola Byrne aus den Händen der Polizei befreit. Zusammen mit einer Gang will er Rache üben am Staat, welcher die Minen geschlossen hat und ein Casino bauen will. Doch der größte Coup, den Luc herbeisehnt, ist seine Wandlung in den „Antichristen“. Dazu brauchen sie aber menschliche Organe, und als ihnen der Außenseiter Jimmy Cuervo und dessen Freundin Lily über den Weg laufen, müssen sie sterben. Doch eine Krähe bringt Jimmy zurück, und dieser will Rache üben, was aber nicht so leicht wird, da er auch von Lilys Vater Harold für deren Tod verantwortlich gemacht wird.
Ich denke mal jetzt mit dem dritten Sequel dürften der Krähe endgültig die Federn gerupft worden sein. Könnte aber auch an der Wahl des Hauptdarstellers liegen, das der Film so seltsam distanziert wirkt. Edward Furlong, der mir beinahe Terminator 2 madig machen konnte, ist aber auch objektiv gesehen in Sachen humanoider Wiedergänger ein eher blasserer Vertreter. Ein CGI Brendan Lee wäre da wohl eine gewitztere Wahl gewesen.
Auch das Setting wählte man diesmal anders. Statt auf nächtliches Gothic Flair setzt man hier auf das staubige Wüstenkaff Lake Ravesu, das ohnehin grad im Aufruhr ist, denn der Hauptarbeitgeber, eine Bergbaumine, soll einem Indianercasino weichen, was die Arbeiter eher weniger erfreut (macht die Ökonomiekritik hier Sinn? Eher nicht).
Aus dieser Arbeiterklasse schälen sich vier Bad Guys, allesamt mit schicken Spitzname wie War oder Death, was hier natürlich Sinn macht denn das Quartett nennt sich nach der Befreiung des Anführers ganz unbescheiden mal eben die apokalyptischen Reiter. Als sie dann den Außenseiter Jimmy nebst seiner Freundin Jenny zur unfreiwilligen Organspende treiben (ihr die Augen ihm das Herz), wird's natürlich Zeit für die Krähe den Rachejob zu übernehmen.
Wirklich beeindrucken kann der vierte Krähenfilm allerdings nicht wirklich, auch wenn für Kleinstrollen sogar Veteranen wie Dennis Hopper oder Danny Trejo vorbeischauen. Die Story ist sehr sperrig erzählt und geizt zudem an Höhepunkten. Kills gibt es meist aus dem off, die Gesichtsbemalung ist eher peinlich ausgefallen und auch die Wire Fu Einlagen wirken etwas deplatziert. So dümpelt die Rache aus dem Reich der Toten mehr dahin, was wohl auch die Produzenten ähnlich sahen und die Filmreihe auf Eis legten.
3/10