Der Film ist eigentlich eher ein verfilmtes Theaterstück.
Wer hier abwechslungsreiche Kulissen oder viele Protagonisten erwartet wird etwas enttäuscht sein. Auch die Musik ist etwas zu klassisch geraten (vor allem der singende Chorjunge gehört meines Erachtens erschossen).
Worum geht es hier? Ein Grosskrimineller pflegt allabendlich mit seiner Mätresse und seinen Handlangern in seinem piek-feinen Nobelrestaurant zu essen. Er führt sich auf die wie Axt im Walde und ist ein verbitterter, bösartiger Tyrann. Der Koch des Restaurant reagiert sehr beherrscht, aber dennoch bestimmend auf die Unarten seines Chefs. Die Mätresse führt eine Zwangsbeziehung: Sie ist den täglichen, perversen Torturen und erniedrigenden Sprüchen ihres "Mannes" ausgesetzt. Eines Tages bemerkt sie im Restaurant einen gebildeten und gepflegten Herren. Zwischen den beiden funkt es sofort und sie beginnen eine heiße heimliche Affäre. Am Ende ist ihnen ihr Glück aber nicht vergönnt. Eine Jugendfreigabe verteilte die FSK-Prüfstelle hier erst gar nicht, da einige sehr brutale und ordinäre Szenen in Form von Mißhandlungen gezeigt werden.
Alles in allem eine Mischung aus Tarantino, Kubrick und anspruchsvollem Theater - wem so etwas gefällt... einen Wiederanseh-Faktor konnte ich hier nicht entdecken. Dubios bleibt zuletzt: Obwohl dem Film die Handlungskontraste fehlen, versteht er es irgendwie Spannung beim Zuschauer aufzubauen.
Fazit: Stilistisch außergewöhnliches Werk mit interessanter Story, aber zu wenig Action und Abwechslung. (7/10)