Review

"Es war einmal vor langer Zeit in einer weit,
weit entfernten Galaxis..."

Die Dokumentation "Empire of Dreams" schildert auf recht eindrucksvolle Weise den Aufstieg der Star Wars-Saga und die damit verbundene Karriere ihres Schöpfers George Lucas.

Lucas versuchte vor seinem Trilogie-Epos mehr schlecht als recht sich seine Brötchen durch die wenig beachteten Vorgängerwerke "THX 1138" und "American Graffiti" zu verdienen. Auch zu Beginn von Star Wars verfügte er nur über äußerst bescheidene finanzielle Mittel, um sich sein erträumtes SciFi-Märchen zu verwirklichen. "Empire of Dreams" beschreibt den steinigen und dornigen Weg, den Lucas beschreiten musste, um seine Vision auf die Leinwand zu bringen: Intrigen und psychischer Druck seitens 20th Century Fox, budgetäre Desaster, chaotische Produktionsverhältnisse bei seiner Effektfirma "Industrial, Light & Magic", schier unerträgliche Drehverhältnisse in Tunesien und Norwegen, beträchtliche Verzögerungen bei der (Post)Produktion, vernichtende Kritiken über die Rohschnittfassung. Doch allen bösen Omen und Unkenrufen zum Trotz, setzte Lucas sein Ansinnen konsequent durch und behielt dabei auch die Rechte für alle geplanten Star Wars Sequels, die ihn letztendlich zum angesehensten und vermutlich auch reichsten Regisseur Amerikas machte.

Star Wars ist nicht nur ein Film, sondern ein Phänomen. Dies macht auch diese Dokumentation sehr gut deutlich, denn in Star Wars widerspiegelt sich nicht nur ein magisches und mystisches SciFi-Märchen, wie oft und gern behauptet wird, sondern gewissermaßen auch eine subtile Form des "American Dream": Ein kleiner Farmerjunge aus ärmlichen Verhältnissen schafft es von ganz unten nach ganz oben und erkämpft gegen den Rest der bösen Welt die Gerechtigkeit und Ordnung.

Mehr noch: Star Wars ist ein Zeitgeistphänomen der 70er Jahre: Nach dem Vietnamkrieg-Desaster, dem Watergate-Skandal und der Erdöl-Krise brauchte die amerikanische Öffentlichkeit wieder Hoffnung und Träume, die ihren Blick in die unendlichen Weiten des Alls richtete. Lucas erfüllte mit seiner Saga diese "Neue Hoffnung".

Fazit: "Die Empire of Dreams" ist eine außerordentlich gute und erhellende Dokumentation, die tiefe Einblicke in die Hintergründe der wohl größten, besten und erfolgreichsten Saga der Filmgeschichte bietet: Für Star Wars-Fans ist diese Dokumentation ohnehin ein Muß, aber auch für jene, die Lucas´ Magie eher wenig abgewinnen können, ist diese höchst interessant.

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