Ein Wochenendtrip in die freie Natur steht an.
Fernab von Autoabgasen, Fast Food und Stechuhr sucht ein Ehepaar, Peter und Marcia, an der australischen Küste die Entspannung. Schon auf der Fahrt zur ersehnten Erholung wird allerdings klar, dass die Harmonie dieses Wochenende ihrerseits Urlaub macht ...und zwar ganz woanders.
Der Mann fährt ohne anzuhalten ein Känguruh über den Haufen und im Radio gibt es mehrere Meldungen über das Auftreten seltsamer Phänomene, denen das zerstrittene Paar aber keine Beachtung schenkt. Mysteriöse Geschehnisse ereignen sich auch am Bestimmungsort des Ausflugs, wenn sich Schüsse aus Harpunen urplötzlich lösen, ein Brathähnchen in kürzester Zeit verschimmelt, ein unheimlicher Schatten unter Wasser den surfenden Peter verfolgt und Marcia (sie hat eine Abtreibung hinter sich) nachts unheimliches Kindergeschrei vernimmt. Nicht allzu verwunderlich also, dass die Frau es eilig hat nach Hause (=Zivilisation) zu kommen.
Haben beim verwandten Genre Tierhorror ("Die Vögel", "Der weiße Hai", "Mörderspinnen", "Piranhas") die Protagonisten mit nur einer aggressiven Gattung zu kämpfen, ist hier die komplette Natur feindlich gesinnt und spiegelt das angespannte Verhältnis des Ehepaares untereinander. Da keine anderen Charaktere auftreten, wohnen die Zuschauer den Auseinandersetzungen ununterbrochen bei. Regisseur Colin Egglestone, der für diesen Film 1978 beim Sitges Film Festival in Spanien den Preis der Internationalen Jury gewonnen hat, hält eine Atmosphäre permanenter Bedrohung aufrecht und arbeitet gekonnt mit Andeutungen und Symbolik. Unterstützt durch die Unheil ankündigende, sparsam eingesetzte Musikuntermalung Michael Carlos ergibt sich ein als sehr gelungen zu bezeichnendes Gesamtbild.
Auf VHS nervte der arg gestreckte Pan-Scan noch gewaltig, inzwischen ist jedoch das anamorphe DVD Widescreen-Release von Marketing erhältlich, was das Filmvergnügen erheblich steigert.