Lawrence Gordon und Joel Silver produzieren einen Film von Walter Hill... Um was für einen Film könnte es sich da handeln? Wohl ein harter Actionkracher. Oder zumindest ein Buddy Movie. OK, das letztgenannte war jetzt nicht soooo falsch, doch eigentlich handelt es sich bei „Zum Teufel mit den Kohlen“ um eine typische amerikanische Komödie aus den 80’er Jahren. Die beiden „Buddys“ sind dabei die Vollblutkomiker John Candy und Richard Pryor. Unter der Regie von Actionspezialist Hill gehen sie der Frage nach, ob man 30 Millionen $ in 30 Tagen restlos auf den Kopf hauen kann und ob man dies sogar leid wird.
Der mttlerweile verstorbene John Candy taucht in geschätzten 50 % aller US-Komödien aus den 80’er Jahren auf. So auch hier. Richard Pryor, der ansonsten meist neben Gene Wilder zu sehen war spielt hier einen armen Baseballprofi, der das riesige Erbe über 300 Millionen $ nur antreten darf, wenn er innerhalb eines Monats 30 Millionen $ ausgibt. Was klingt wie der feuchte Traum eines jeden Kapitalisten, erweist sich als etwas blauäugige und konstruierte Ausgangslage für diese Komödie. Aber vielleicht macht das auch gerade den Charme dieser Filme aus. Nicht groß fragen, sondern einfach mal machen ist hier die Devise. Dass die Autoren schon „Die Glücksritter“ geschrieben hatten, ist aufgrund der ähnlichen Thematik und dem gemischtrassigen Comedypärchen nicht verwunderlich. In diesem Film tauschten Eddie Murphy und Dan Aykroyd die Rollen aufgrund einer Wette. Origineller mußten Komödien aber auch nicht sein, denn wie auch „Die Glücksritter“ ist „Zum Teufel mit den Kohlen“ für einige Lacher gut, auch wenn der erstgenannte Film noch stärkere Momente hat.
Dennoch macht es Spaß Richard Pryor bei seiner wahnsinnigen Geldverbrennungstour zuzusehen. Ein nicht unbeträchtlicher Reiz dieses Films ist zudem der Gedanke, wie man selbst möglichst geschickt das Geld ausgeben würde. Insofern ist der Film ein charmanter, aber harmloser Zeitvertreib, der man sich gedankenlos hingeben kann. Gute Laune ist zwar nicht garantiert, aber wahrscheinlich. Für Fans des Genres (ich meine hiermit das Genre der 80’er US-Comedy) oder der beiden Hauptdarsteller ist „Zum Teufel mit den Kohlen“ natürlich ein Muß. Sie werden auch nicht enttaüscht, denn Candy und Pryor spulen ihr Repertoire gekonnt ab!
Fazit:
7/10