Review

Die Grundidee dieses Dramas ist recht gut,doch leider driftet die Handlung im Verlauf zu sehr in Nebensächlichkeiten ab und spielt somit sein Potential nicht voll aus.

Der mehrfache Mörder Lee Ray bekommt eine zweite Chance.Anstatt per Giftspritze hingerichtet zu werden nimmt er an einem pharmazeutischen Experiment teil,bei dem ihm „Anagress“verabreicht wird.Dieses Mittel soll beim Probanten chemische Vorgänge im Gehirn auslösen und zu Gefühlen wie Reue und Bedauern führen.Nach einiger Zeit stellen sich scheinbar erste Erfolge ein.Ist Lee Ray tatsächlich geheilt oder ist sein Bedauern nur gespielt ?

Eine interessante Frage dessen Thematik stellenweise an „Clockwork Orange“erinnert.Wenn auch mit einigen logischen Schwächen versehen,so versteht es vor allem Ray Liotta die Gradwanderung vom aggressiven Psycho zu einem sensiblen Normalotypen sehr überzeugend zu spielen.
Leider verschenkt man die guten Ansätze und baut ein paar Subplots ein,wie die Dreiecksgeschichte um Willem Dafoe,mit der zwar durch Polly Walker und Kathleen Robertson optische Reize geboten werden,doch einiges an Spannung verloren geht.

Statt einen Mafiatypen und den rachsüchtigen Bruder eines Opfers reinzubasteln,hätte man sich mehr mit der Hauptfigur Lee Ray beschäftigen sollen,in dem man seiner Person mehr Tiefe und emotionale Hintergründe verpasst.
Dennoch bleibt ein halbwegs spannendes Drama mit guten bis besseren Darstellern und einem soliden Finale.
Bei weitem kein Geniestreich,aber für Zwischendurch ganz passabel.
7 von 10 Punkten

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