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Im Wachkoma versucht der für tot erklärte Journalist Gregory Moore (Jean Sorel), sich der Vorgeschichte seiner Lage zu entsinnen: Als er in Prag eintraf, brachte das Verschwinden seiner Freundin (Barbara Bach) ihn auf die Spur eines altadeligen Geheimzirkels…

Schritt für Schritt setzt Aldo Lado aus zahllosen zunächst irritierend erscheinenden Bruchstücken ein mysteriöses Mosaik zusammen, das sich allmählich zu der Ahnung verdichtet, dass in einer verborgenen Zentrale hinter verschlossenen Türen altersschwache Aristokraten gegen die nachwachsende Generation paktieren, um ihr den Lebenssaft abzuzapfen. Die traumlogisch gestaltete, dabei verblüffend treffsichere Parabel über den Generationenwechsel umschreibt den ungleichen Kampf zwischen den an ihrem Autoritäts- und Lenkungsanspruch festhaltenden Alten und den auf Ablöse und Erneuerung drängenden Jungen als bedrohlichen Sabotageeingriff in den natürlichen Kreislauf der Generationen, den es aufzudecken und zu bekämpfen gilt, bevor es zu spät ist. Ein spannender und geistreicher Glücksfall des surrealen Thrillers, der sein zeitloses Thema sehr viel genauer zu treffen vermag, als es ein allein an dinglichen Realitäten interessierter Film könnte.

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