Review

Spannender und gut gefilmter alter Gruselfilm aus den englischen Shepperton-Studios.

Es geht um Sir Richard, einen adeligen Gutsherren, der nach längerem London-Aufenthalt mit seiner neuen Braut auf den Familiensitz zurückkehrt und sich fortan mit einer Kette grauenvoller Ereignisse konfrontiert sieht, die alle in Zusammenhang mit dem mysteriösen Selbstmord seiner ersten Frau zu stehen scheinen.

Mord, Wahnsinn und Intrigen sind die Zutaten vieler guter und nicht so guter Schauerstreifen, Black Torment gehört zweifellos zur ersten Kategorie.
Inhaltlich bietet die Story nichts wirklich Neues, kommt aber schnell in Fahrt, permanent wird an der Spannungsschraube gedreht und es mangelt nicht an guten Einfällen und überraschenden Wendungen. Besonders eindrucksvoll ist die prächtige Kostümierung der Darsteller, überhaupt ist der Film formell hervorragend, man fühlt sich förmlich hineingezogen ins feudale England jener Zeit mit seinen urbanen Landschaften, abergläubigen Menschen und herschaftlichen Schlössern.

Abgerundet wird das Ganze durch eine gute Prise Gothic-Horror, wenige Schock-Sequenzen und ein finales "Mantel und Degen"-Duell in bestem Musketier-Stil.
Genau von dieser Art Film hat sich Tim Burton wohl für seinen genialen "Sleepy Hollow" inspirieren lassen.

Witzig der Vorspann, unterlegt von einem grell blutigen Comic-Bild warnen die Macher auf Schrifttafeln jeden davor das "gar schreckliche" Ende der Geschichte zu verraten, da ihn sonst die "Schwarze Plage" (alternativ) dahinraffen wird ! Das macht doch Appetit !

Fazit: Ein Kleinod, Pflichtprogramm für Fans "alter Schinken" (wie mich :-}).

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