Review

Manchmal sind sie doch nett, diese auf Hammer-Studio getrimmten Streifen aus Großbritannien, die in einer Zeit spielen, zu der sich Eheleute noch siezten.
Der große Knaller ist „Black Torment“ aber nicht geworden, denn dafür ist die Story viel zu durchsichtig und altbacken.

Sir Richard kehrt mit seiner festen Dame Elizabeth auf den Landsitz derer von Fordyce zurück, doch er wird wenig herzlich empfangen. Der Schmied Black John grummelt von bösen Vorzeichen und auch die Dienerschaft verhält sich distanziert, denn Sir Richard soll eine junge Dame ermordet haben und des Nächtens seiner ersten (toten) Ehefrau hinterher reiten.
Ist Sir Richard nun eine gespaltene Persönlichkeit, oder treibt da jemand üblen Schabernack mit ihm?

Die Frage wird leider recht schnell beantwortet, denn die Geschichte verläuft ziemlich vorhersehbar, - da muß man im Vorspann nicht extra darauf hinweisen, die Auflösung zu verraten, die nach 10 Minuten eh deutlich wird.
Geboten wird ein Vater im Rollstuhl, der sich nach einem Schlaganfall nur noch durch Zeichensprache verständigen kann, was phantasievoller Auslegungssache gleichkommt.
Zudem eine nächtlich in Erscheinung tretende Geisterfrau in Weiß und… - oh, beim Showdown immerhin ein stattlicher Degenkampf gegen einen bis dato nicht erkennbaren Bösewicht.

Wird aber alles recht schnarchig präsentiert, so dass Spannung und Atmosphäre kaum empfunden werden, zudem sind die Darsteller nicht gerade überragend.
Bleibt also ein Horrorkrimi auf Durchschnittsniveau, nett anzusehen, aber kein wirklich gelungener Grusel und mit „echten“ Hammer-Streifen auch kaum vergleichbar.
Nur zum Nebenhersehen brauchbar.
5 von 10 Punkten

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