Review

Ist zwar nicht eine Hammer-Produktion, sieht aber immerhin so ähnlich aus und kommt immerhin von der britischen Insel, dieses "Grauen auf Black Torment", wobei uns der deutsche Titel auch weiterhin ein Rätsel bleiben darf, denn wenn hier etwas nicht "Torment" heißt, dann der Landsitz.
Versöhnen tut uns da allerdings die knuddelige Produzentenwarnung, das Ende nicht zu verraten, weil uns sonst die "black plague" ereilt. Dem Anspruch nach also von Viktorianern erstellt, spielt dieses Gruseldrama jedoch noch ein Eckchen früher, so ca. um 1780, wo man noch Hexen abfackeln durfte oder wenigstens beinahe und auf dem Land sowieso.

Eine solche gibt es hier zwar nicht, dafür wird der zweitverheiratete Schloßherr allerdings nach dem Flitterwöcheln vom Dorfmob angeschaut, als wäre er der Leibhaftige in Personalunion, weil ein fesch Mädel hopps gegangen ist und als letztes seinen Namen röchelte. Was dann folgt, ist die Aufarbeitung einer mysteriösen Familiengeschichte rund um den Tod der ersten Frau, die den berühmten Satz aus dem Schlafzimmerfenster machte. Nun steht sie mit Schleier im Garten und ruft immer "Mörder" während sie den Graf durch den Wald reitet, aber mit Pferd selbstverfreilich. Hurra, die Enten, das nette Federvieh.

Ich bin geneigt, Hahn und Jansen, den alten Horrorlexikonverfassern und Splatterverächtern, hier mal Recht zu geben, denn die Chose ist dermaßen durchsichtig auf Familienverschwörung inszeniert, daß man sich nur fragt, ob die wirklich die Dreistigkeit besitzen, uns den Unhold als durchgeknallten Zwillingsbruder zu verkaufen und siehe da, so ist es. Ansonsten bin ich richtig fies und verrate nicht die Mitverschwörer; der Kerl mit dem Schlaganfall ist es aber nicht, denn der hängt noch vor Ende am Lüster.

Ein gänzlich durchschaubarer und auch arg langweiliger Grusler, der aus seinen Möglichkeiten nichts macht und einen durch irritierendes Verhalten der meisten Charaktere mehr verärgert, als der Rest uns langweilen kann. Der Schloßherr beliebt, wie die Axt im Wald zu wüten, wenn mal Nachdenken verlangt ist, der Mob ist wie immer kreuzblöd und sein neuestes Hascherl zieht die Ich-kann-eh-kein-Wässerchen-trüben-Nummer über die vollen 85 Minuten durch.
Und daß der Schurke am Ende durch eben das Fenster fällt, durch das damals schon...ach, das hatten sie schon geahnt... (3/10)

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