Ein Trupp Soldaten wird nach Neuguinea geschickt, um nach dem Rechten zu sehen, denn dort kam es in einer Chemiefabrik zu einem Unfall. Schnell erweist sich dieser Auftrag als tödliche Mission, denn die austretenden Stoffe sorgen für Zombiefikationen.
Bruno Mattei eifert mit seiner Zombieverfilmung dem übermächtigen "Zombie" von George A. Romero, was sich nicht nur in der Wahl seines hier genutzen Pseudonyms als Vincent Dawn widerspiegelt, denn der Nachnahme weist auf den Originaltitel des Vorbildes hin. Auch inhaltlich gibt es einige Entleihungen. So ist die Stürmung des von Terroristen besetzen Gebäudes durch die Soldaten deutlich an die Eröffnungsszene von Romeros Meisterwerk angelehnt und auch die Kleidung der Stürmer lässt Erinnerungen an dieses wach werden. Ebenfalls werden zwischenzeitlich in bekannter Weise Nachrichtensendungen inklusive Expertendiskussionen eingespielt und vom Zombievirus befallene Kinder sind auch bereits bekannt.
Sowieso wird von der Story her recht wenig Gehaltvolles geboten, aber wir haben es hier mit einem Zombiefilm zu tun und da wäre dies nicht ganz so schlimm, wenn die Inszenierung des Ganzen wenigstens stimmig wäre, doch leider ist Bruno Mattei nicht gerade als Regiegröße bekannt. Und auch hier gelingt es ihm nur äußerst selten, eine unheimliche Athmosphäre zu schaffen. Viele Szenen wirken nur des Effektes wegen lieblos aneinandergereiht und häufig schleichen sich unnötige Albereien ein. So ersticken unsinnige Herumtanzereien eines Soldaten zwischen den Zombies, die trotz Umzingelung und nächster Nähe nicht an ihr potentielles Futter gehen oder die klamaukige Balletteinlage bedrohliche Szenarien im Keime.
Die grandiose Musik der Band Goblin hört sich wunderbar an, ist allerdings zum größten Teil identisch mit der aus "Dawn of the dead", wodurch immer wieder Szenen aus diesem Film in Erinnerung gerufen werden, deren Qualität in Matteis Werk aber nicht erreicht wird und die Musik daher aufgesetzt und unpassend wirkt.
Um den Eindruck zu erwecken, dass sich die Protagonisten tatsächlich in Neuguinea bewegen, wurde Archivmaterial von Tieren und Eingeborenenstämmen hineingeschnitten, was aber ebenfalls nicht glaubhaft rüberkommt, da sich das Filmmaterial deutlich von dem des restlichen Films unterscheidet.
Des Weiteren gibt es bei den Effekten Mängel. Die Zombiemasken gehen halbwegs in Ordnung, wobei man sich hier wieder an der bereits erwähnten Verfilmung Romeros orientiert hat, ohne dessen Untotenvielfalt zu kreieren, aber bei der Umsetzung der Blutszenen ließ man des Öfteren wenig Sorgfalt walten. So legte man bei vielen Fresspassagen lediglich rohes Fleisch auf die Appetitmenschen, welches sich die Zombiedarsteller dann zu Munde führen, was besonders schlecht bei der Happa-Happa-Szene zu Beginn in der Fabrik anzusehen ist, da hier die unversehrte Haut des Opfers unter den Fleischstücken hervorsticht.
Manch ein Effekt, das möchte ich nicht verleugnen, ist allerdings auch nicht zu verachten und verfehlt seine Wirkung nicht, wie zum Beispiel die Katze aus dem Sack, äh, dem Bauch der Oma oder die Schlussszene in der Fabrik mit Entzzungung und Augenentplopperei.
Die Schauspieler haben mich ebenfalls nicht überzeugt, da es diesen nicht gelingt, Gefühle nachvollziehbar darzubieten. Besonders unglaubwürdig kommt die weibliche Hauptrolle daher, wenn sie Angst oder Panik zum Besten geben soll, denn bloßes Augenaufreißen und Schreien reichen hierfür nicht.
Insgesamt ist hier kein stimmiger Zombiefilm unter der Regie von Bruno Mattei entstanden, denn die Umsetzung ist einfach zu durchwachsen, um zu überzeugen und bietet hauptsächlich Trashqualitäten.