Review

„Virus“ ist wieder einer dieser komischen Filme. Der Film ist handwerklich, schauspielerisch usw. alles andere als gut, und trotzdem hat gerade dieser Film etwas, so dass man ihn sich in regelmäßigen Abständen anschauen muss.


Irgendwo in Neuguinea steht eine Chemiefabrik der Firma HOPE. Dort werden komische Experimente durchgeführt. Doch ein Experiment schlägt fehl, durch ein Gas verwandeln sich die toten Mitarbeiter der Firma in blutrünstige Zombies. Das Experiment ist gescheitert.

Szenenwechsel: In einer US-Botschaft haben Terroristen ein handvoll Geiseln genommen. Sie fordern die sofortige Abschaltung der Fabrik HOPE in Neuguinea, denn sie wissen ja, was da vor sich geht. Doch eine Truppe von vier Soldaten räumen da schnell auf, nur ein Terrorist (sogar ein Öko-Terrorist) prophezeit ihnen, dass sie alle sterben werden.
Dieser vier Soldaten werden darauf nach Neuguinea geschickt, um zu prüfen, was in der Firma los ist. Dort treffen sie auf eine Gruppe von Filmleuten aus Frankreich. Viel Zeit zu plaudern bleibt ihnen nicht, denn die Zombies greifen schon in großen Mengen an. Schaffen sie es zur Fabrik...?


Der Film ist ein Brüller, positiv oder negativ, wie man will. Das liegt schon daran, dass Mattei einige Ideen geklaut hat. Die ganze Eingangssequenz mit den Terroristen und den Soldaten kennt man natürlich aus „Dawn of the Dead“, wenn dann noch der originale Goblin-Score dazukommt, liegt man schon vor lachen am Boden.
Die Schauspieler sind so bekannt wie Regen in der Wüste. Sie agieren relativ komisch, dazu kommt noch eine kultige deutsche Synchro, fertig ist der Trash-Zombiefilm.

Der Film kommt aus Italien, was fehlt noch? Richtig, Gore braucht der Film. Und das hat er genug. Wenn die Zombies Opfer finden, gibt es immer was zum gucken. Die Effekte sind zwar alles andere als perfekt, passen aber wunderbar zum Film, dieser ist nämlich auch alles andere als perfekt.
Trotzdem sind sie teilweise arg blutig und brutal, so dass jeder Splatterfan hier auf seine kosten kommt. Einige Ideen sind wirklich der Oberhammer, ich sage nur die alte Oma im Stuhl.
Hinzukommen lustigerweise diverse Filmszenen, die man aus irgendwelchen Dokumentationen geklaut hat. So wird uns Neuguinea als ein wahres Tierparadies gezeigt, an dem Heinz Sielmann seine Freude hätte. Auch Szenen mit Eingeborenen hat man einfach geklaut, und dann einfach mit den richtigen Kulissen in den Film eingebaut, klasse Herr Mattei, so lieben wir es. Auch toll ist eine Szene, in der sich die Frau entblößt. Man sieht nur, wie sie ihr Hemd öffnet, dann springt die Kamera direkt auf ihren Busen, und wenn das der Busen der Frau ist, bin ich das Männlein aus dem Walde. Denn wenn man sie später nackt bei den Eingeborenen rumlaufen sieht, passt das irgendwie nicht zusammen. Egal, vielleicht wollte uns Mattei einfach einen sehr schönen Busen präsentieren, hat er ja auch geschafft für 2 Sekunden.


Fazit: Komischer Film, der irgendwie Kult ist. Die Schauspieler sind schlecht, die Handlung ist mies, und es macht den Film komischerweise gut. So gut, dass man sich ihm immer wieder anschaut, er hat einfach das gewisse Etwas. Wer lachen will, bitte in Deutsch anschauen.

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