"Die Spur des Falken" darf man immer noch als einen der größten Klassiker der Filmgeschichte ansehen, ein Krimi, der Anfang der 40er Jahre die "Schwarze Serie" begründete.
Mittendrin steckt Humphrey Bogart als Detektiv Sam Spade, der einen vermeintlich leichten Auftrag annimmt, welcher sich immer mehr als undurchsichtiges Intrigenspiel aller Beteiligten entpuppt, die alle an eine sündhaft teure Statue, den Malteserfalken, kommen wollen. Dafür gehen sie über Leichen und davon gibt es in diesem Huston-Regiedebüt genug.
"Die Spur des Falken" ist eigentlich als klassischer Film-Noir gehalten, bei dem es außerordentlich düster zugeht. Die Szenerie ist meist in Dunkel getaucht, die Großstadt wird als trostloses Loch gezeigt. Passend hierzu haben wirklich alle Charaktere mehr oder weniger Dreck am Stecken und sind größtenteils richtiggehend unsympathisch. Selbst Bogart, dem zuzuschauen hier übrigens eine wahre Freude macht, setzt oft unsaubere Mittel ein, um an seine Ziele zu gelangen und selbst die sind nicht immer zum Gemeinwohl bestimmt.
Die Story bleibt dabei stets doppelbödig und komplex, gerät jedoch nie zu kompliziert, sofern man die Aufmerksamkeit wahrt. Dies sollte nicht schwer fallen, denn "Die Spur des Falken" setzt keinen trockenen Ermittler oder langweilige Figuren vor, sondern schafft es dank eines zynischen Bogarts und einer Menge schwarzen Humors bei Laune zu halten. Das gewisse Augenzwinkern ist auch noch dabei, was vor allem durch die locker-swingende Musik zum Ausdruck gebracht wird.
Sollte man nicht verpassen!