„3-Iron“ ist ein extrem ruhiges Liebesdrama ohne viele Worte. Kim Ki-Duk überlässt das Reden lieber seinen Nebencharakteren, bei den Protagonisten beschränkt er sich auf Taten und beeindruckt durch seine Bildersprache. Das ist schon typisch für Kims Stil und eine gewisse Symbolik ist selbstverständlich auch vorhanden. Wenn er uns nicht einmal Dialoge gewährt, müssen die Bilder auch eine tiefere Bedeutung haben. Jede Kameraeinstellung ist gelungen, eine faszinierende Szene folgt der anderen. Als der heilende Tae-Suk zum Schluss zum Geist wird und alle drei Hauptpersonen mehr oder weniger glücklich erscheinen, schenkt uns Kim sogar ein wenig Hoffnung. Die letzte Einstellung der beiden Liebenden auf der Wage, die einander komplettieren und ergänzen, ist wunderschön. Mitreißend!