Inhalt:
China zur Zeit der Ming-Dynastie unter Kaiser Zheng De im 15. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung.
Der "König" einer Provinz, An Hua, will im Handstreich die Macht im "Reich der Mitte" an sich reißen. Dazu sollen fremde Truppen aus dem Norden, dem Ai-Xin-Jue-Huo-Clan zu Hilfe eilen, 3.000 Mann sollen die Hauptstadt handstreichartig einnehmen.
Der Plan hierzu ergibt sich aus einem Geheim-Dokument, welches in einer Jade-Statue, die die Gnaden-Göttin "Fuan Yin" darstellt, deponiert wurde.
Es gelingt dem Gouverneur Lin (Lee Sau-Kei), der dem Kaiser gegenüber loyal ist, die Statue abzufangen.
Die Usurpatoren wollen die Statue wieder erlangen. Dies soll von der "Fierce Tiger Mansion", die unter der Leitung des skrupellosen Wang Tian-Piao (Wong Hap aka Wang Hsieh) steht, bewerkstelligt werden.
Bevor der Gouverneur vom "3rd Brother" (Wang Kwang-Yu) der "Fierce Tiger Mansion" angegriffen wird, beauftragte dieser jedoch die Schwert-Kämpferin Li Yan-Niang (Chin Ping), die Statue in die Hauptstadt zu bringen.
Die junge Dame wendet sich indes an ihren Vater, den Schwertmeister Li Fei-Lung (Huang Chung-Hsin). Dieser begibt sich mit der Jade-Statue auf den Weg zur Hauptstadt.
Die Patrioten haben jedoch eine Achilles-Ferse..., die zweite Ehegattin Li´s, die Stiefmutter von Li Yan-Niang, Zhang Hsin-Ying (Chiu Sam-Yin) kolaboriert mit dem Feind, Jin Hua (Wong Ching-Wan) von den Fierce-Tigers stellte zuvor den Kontakt her.
Wang Tian-Piao und seine Schergen überfallen den Transport, und die Statue fällt in die Hände der "Fierce Tiger Mansion".
Immerhin wird Li Fei-Lung vor dem Tode bewahrt, als der plötzlich auftauchende Schwertkämpfer Chao Ying-Chieh (Tsung Hua), Li retten kann.
Wang Tian-Piao weiß indes nichts von dem Geheim-Dokument in der Statue, und soll für die Übergabe der Statue an die Usurpatoren 30.000 Tael in Gold erhalten.
Dann gerät auch noch Li Yan-Niang in die Gewalt der "Fierce Tiger Mansion", als sie in die Falle von "Iron Claws" Wang Ying (Yang Chi-Ching) tappt, der sich zuvor das Vertrauen der jungen Dame erschlich.
"Iron Claws" Wang Ying arbeitet für den "Barbarian King", der ebenso zu dem Komplot gegen den Ming-Kaiser gehört.
Chao Ying-Chieh, der Gefühle zu Li Yan-Niang hegt, will die junge Dame befreien, und wendet sich nicht nur an Li Fei-Lung, sondern auch an die Liu-Brüder: Liu Yi (Wong Ching Ho), so wie die Schwertkämpfer Liu Feng (Cheng Lui) und Liu Shiung (Chieh Yuen).
Es gelingt nach einem dramatischen Kampf Li Yan-Niang zu befreien.
Doch hat "Iron Claws" Wang Ying das Dokument aus der Statue entnommen, um damit zu türmen.
Wang Tian-Piao wird nun gar zum Verbündeten der Patrioten..., und nimmt mit diesen nunmehr die Verfolgung auf...!
Wird es "Iron Claws" Wang Ying gelingen, mit dem Geheim-Dokument zu entkommen, oder können die Patrioten das Komplot gegen den Kaiser doch noch unterbinden?
Es kommt zum Show-Down..., zum dramatischen Kampf auf Leben oder Tod.....
Fazit:
Im Jahre 1969 gelang den Regisseuren Cheung Ying und Pan Fan dieser überaus solide, spannende und unterhaltsam-kurze (76 Minuten Laufzeit) WuXia-Eastern aus den Studios der Shaw Brothers.
Ende der 1960er und anfangs der 1970er Jahre hatten die Shaw Brothers ein sehr hohes Produktions-Volumen erreicht, ein WuXia-Eastern nach dem anderen, wurde wie am Fließband von diesen Studios erstellt.
Und auch "The Swordmates" ist ein solches Produkt, sehr routiniert, fast schematisch in Szene gesetzt, sowie aber den Eastern-Fan flott und solide-ordentlich unterhaltend.
So ist die Story recht einfach, nur wenige Twists reichern diese an, ansonsten wird die Geschichte recht straff und stringent umgesetzt..., ein reiner Unterhaltungsstreifen, ein Action- und Abenteuer-Film aus dem China einer früheren Epoche.
Und wieder gelingt es den Shaw Brothers eine für den Easternfan behagliche Atmosphäre zu schaffen..., die gepflegt-künstlichen Kulissen-Sets im Studio, die ganze Ausstattung, die Kostüme, oder die wieder einmal gelungen ausgesuchten Outdoor-Locations, in erodierter Fels-Landschaft oder sattgrünen Hügeln unter strahlend blauem Himmel und südchinesischer Sonne.
Das schafft wieder dieses Abenteuer-Feeling ala China, ala Shaw Brothers, und der Fan ist einmal mehr in seinem Element.
Eine Heldin, ein Held, sie müssen ein Geheim-Dokument vor dem Zugriff von Usurpatoren bzw. deren Handlangern bewahren, die Marken sind alsbald abgesteckt, die Linien rasch gezogen, Verrat und Intrigen würzen das Ganze, man kann aber allem leicht folgen. Und zielsicher führt alles in einen gedehnten, blutigen Show-Down.
Chin Ping hat hier die Rolle der Heldin, sie ist keine wahnsinnig taffe Amazone, eher niedlich anzuschauen und zerbrechlich wirkend. Doch ist sie eine starke Kämpferin, die man leicht unterschätzen mag, doch meistert sie ihre Rolle tapfer. Und sie ist attraktiv..., ich würde sie nur dann von der Bettkante jagen, wenn ich mit Blake Lively liiert wäre.
An ihrer Seite braucht sie einen starken Helden..., und Tsung Hua haut die junge Dame aus allem raus. Auch sein Spiel ist solide und natürlich ist die Rolle actionlastig.
Etwas mehr Darstellung erfordern die Villain-Rollen, allen voran Yang Chi-Ching, ein Haudegen der Shaw Brothers. Er ist sowas wie der heimliche Star und Hauptakteur in diesem WuXia-Eastern. Seine Figur ist undurchschaubar, hinter dem Look ala "guter Onkel" steckt ein raffiniert-durchtriebener, hinterhältig-brutaler Bösewicht, der mit dem Geheim-Dokument türmen will, zuvor dabei auch die anderen Villains täuschend.
Wong Hap (aka Wang Hsieh) ist der zweite Villain, gröber veranlagt, und Wong Hap ist in diesem für ihn typischen Rollenbild ja durch zahlreiche Eastern gestählt, und spielt hier seine ganze Routine hierin aus.
Mit Huang Chung-Hsin, Wang Kwang Yu, Cheng Lui und Wong Ching Ho sind hier altbekannte Darsteller mit an Bord, auch sie spulen ihre Rollenbilder solide runter.
Viele attraktive Darstellerinnen säumen das Geschehen, so Wong Ching-Wan als Kämpferin bei den Villains, und Zhang Hsin-Ying als Verräterin in den Reihen der "Guten", eine interessante Nuance auch im Handlungs-Geschehen.
Wichtigstes sind natürlich die Fights..., ein Swordplay-Actioner..., zahlreiche Schwertkämpfe durchziehen diesen WuXia-Eastern. Diese sind für das Baujahr 1969 rasant-dynamisch und mit Drive in Szene gesetzt, blutig und exzellent choreographiert. Im gedehnten Show-Down in der Residenz der Villains nimmt die Intensität denn natürlich zu, Swordplay-Action-Total..., und das Finale Outdoor ist ein blutig-dramatischer Endkampf, Yang Chi-Ching erst vs. Wong Hap und dann vs. Chin Ping&Tsung Hua.
"The Swordmates" ragt natürlich nicht aus dem Kanon der Shaw-Produktionen heraus, es fehlt die große Geschichte und die epische Breite. Der Abenteuer-Actioner ist ein sehr routiniert-gängiger WuXia-Eastern, der schnell und ohne großen Anspruch den eingefleischten Eastern-Fan und Anhänger der Shaw Brothers unterhält..., nicht mehr, nicht weniger.
6/10.