Michele Soavi, ein gelehrter Argento´s, bewies ein gekonntes Händchen und das bei seinem ersten richtigen Film. Der Spannungsbogen des Films baut sich im ersten drittel recht langsam aber steil auf und bekommt die einzelnen Protagonisten näher zu bestaunen was dem Film ein dickes Plus vermacht exkl. das dazugehörige Acting der Schauspieler. Hier wird deutlich, dass man es mit einem "Ausnahmeslasher" zu tun hat da es doch sehr oft vorkommt das man den einleitenden Figuren ein Quotengerüst verpasst und diese somit als Machetenfutter enden. Michele Soavi holte sich für die Musikalische Untermalung Simon Boswell (Phenomena, Dämonen 2, Hackers, Manhunt Backwoods Massacre) an Bord der den mit abstand besten Score machte der je für eine Ital. Produktion angefertigt wurde.
Bevor es schlag auf schlag blutig zur Sache geht, erhält der Killer weder ein verbranntes Gesicht samt Scherenhandschuh, noch eine Hockeymaske oder eine aus Menschenhaut hergestellte Maske. Nein, es ist ein übergrosser Eulenkopf. Beim Lesen werden vermutlich einige entweder jetzt schmunzeln oder lachen und sich fragen: "Wasn daran jetzt sooooo creepy?" Wer den Kopf gesehn hat, wird wissen warum.
Wie bei einem Slasher üblich soll es ja auch mal blutig sein wie ein frisch ausgenommenes Schwwien beim Metzger^^. Und genau hier werden die Gorehounds hellhörig denn es wird äusserst hart wenn einer drauf geht. Obwohl sich der Bodycount in Grenzen hält taucht niemals langeweile auf.
Einer der Highlights ist der Tod während der Probe auf der Bühne wo der vermeintliche echte Killer unter dem Eulenkopf steckt. Trotz des kleinen Sets, ist die Gulaschjagd äusserst originell und auch gar nicht mal so unklug dargestellt worden. Trotz des makels das in den letzten 25 Min. nicht mehr allzuviel neues passiert weiss gerade der Schluss tatsächlich doch zu gefallen da hier oftmals der Spannungshöhepunkt liegt.
Michele Soavi drehte übrigens die Kills gleich 2mal. Einmal in der Soften Fassung (vermutlich für Zensurszwergenstaat BRD ^^) und für die weltweite vermarktung in der harten Version , wo sogar Jason neidisch werden könnte, die ich dank der Neuauflage von CMV Laservision endlich in herausragender Bildquali vollends zu sehen bekam (Eine Alternativversion von einen der Kills ist auf der dvd zu bestaunen). Die Dt. Synchro ist im übrigen verdammt gut.
Fazit: Ein fantastisch blutig genialer Slasher mit einem exzellenten Score dessen Ende zu konstruiert aber doch grossartig geworden ist dank der eingebauten Feinheiten
10/10