8
Stage Fright ist ein kleiner dreckiger und intelligenter Film, der das Theater zur Horrorshow verwandelt und dies gut nutzt. So wird die Kulisse zum Labyrinth ohne Ausweg. Der Mörder wird ein Teil des Theaterstücks, indem er die Schauspieler ermordet und sie auf der Bühne sammelt. Ganz schön bizarr, was Michele Soavi hier geschaffen hat. Bohrer, Axt, Messer oder Kettensäge kommen explizit zum Einsatz. Die Spannung und das Tempo werden bis zum Finale durchgezogen, was den Film zu einem dreckigen harten Trip macht. Auch wenn die Handlung nur wie übliche Gewaltfilme nichts spezielles zu bieten hat, so schafft es der Regisseur, den Rollen Glaubwürdigkeit zu verleihen und den Horror spürbar zu machen. Ein interessanter und düsterer guter Film, leider kam von Soavi nur noch The Curch, den man noch als gelungen bezeichnen kann, alles andere war, weit entfernt von diesem filmischem Alptraum.
6
Michele Soavi wurde zwar von Dario Argento unter die Fittiche genommen, er kopiert seinen Mentor aber nicht bloß. Es drängt sich zwar wegen der Morde im Bühnendarstellermilieu der Vergleich mit TERROR IN DER OPER aus dem gleichen Jahr auf, doch AQUARIUS ist nicht so überstilisiert, dafür geradliniger und mehr Slasher denn Giallo. Ein Ratespiel um die Identität des Killers entfällt, denn es ist der alte "maniac on the loose". Suspense (die ollen Jump Scares mit der herumspringenden Katze), Szenenaufbau und die blutigen Abgänge orientieren sich ebenfalls mehr an US-Vorbildern. Auch sonst wird kein Klischee ausgelassen: So gehen z.B. die Bühnenproben einfach unbekümmert weiter, obwohl gerade eben erst ein Schauspielkollege gekillt wurde. Der starke und obskure letzte Akt, in dem der unheimliche Mörder mit der übergroßen Eulenmaske buchstäblich von Leichen umgeben ist, reißt es noch mal raus.
7
Italienischer Mitt-80er-Slasher, der mich zunächst aufgrund der klischeehaften Erwachsenen-Charaktere, denen man ihre Dümmlichkeit noch weniger abnimmt als den üblichen Teenies, die in derartigen Filmen dran glauben müssen, irritiert hat, aber wie fast jeder nach Schema F verlaufende Slasher der 80er ein As im Ärmel hat, das er im letzten Drittel des Films ausspielt und für atmosphärisch dichte Gruselkost sorgt, die man so schnell nicht vergisst (ACHTUNG, SPOILER): Wie der Mörder sich unbeobachtet wähnend die Theaterbühne mit Körperteilen seiner Opfer schmückt, um sich anschließend gemütlich niederzulassen, eine Katze zu streicheln und den Moment zu genießen, während die letzte Überlebende irgendwo versteckt kauert und sich anschließend ein letztes, direktes Duell mit ihm liefert, ist schon großes Kino und wertet den gesamten Film ungemein auf.
6
9
Für mich ist dies definitiv einer der besten europäischen (Horror-)Filme! Die düstere Atmosphäre, tolle und jederzeit passende Musik, einige härtere Gore-Effekte – und Spannung bis zum abwinken. Ein genialer Slasher! 9/10 Punkten
0
Ein richtig geiler Horrorschocker, der sowohl Spannung, als auch Blut aufbringt. Ich habe mir ehrlich gesagt nicht soviel von dem Film versprochen, aber mich trotzdem gefreut ihn mal zu sehen. Und ich war wirklich sehr positiv überrascht. Er ist wirklich richtig heftig spannend und die Goreeinlagen sind auch nicht ohne. Ich hab soviel gefallen an Soavi gefunden, dass ich mir jetzt auch noch "The Church" anschaffe. Nur das Bild der Red Edition könnte etwas besser sein! Wertung: 9/10
6
Ich bin kein grosser Fan von Slasher-Filmen, aber seit "Dellamorte DellAmore" ein begeisterter Anhänger Soavis. Also konnte ich diesen Film nicht auslassen. Leider wurde ich nicht sonderlich überrascht. "Aquarius" ist halt ein typischer Slasher-Streifen. Die Schauspieler sind nicht sonderlich überzeugend, eine packende Story sollte man auch nicht erwarten. Zumindest sind die Gore-Szenen nicht so kurz wie bei den Amerikanischen Gegenstücken. Eine Tatsache (die einzige), die mich dazu bewogen haben, den Film 6 Punkte (also über Durchschnitt) zu geben. Nach 45 Minuten geht richtig die Post ab, nur der merkwürdige Schluss bringt einen wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück. Fazit: Man sollte diesen Film schon mal ungeschnitten gesehen haben, die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben.
7
Stagefright ist ein durchweg gelungener, düsterer Italo-Slasher mit dichter Atmosphäre, herben Goreeinlagen und mit angenehm gruseliger Musik unterlegten Spannungsmometen. Lediglich die teils etwas nervigen Darsteller trüben das mörderische Vergnügen ein wenig. Ich kann diesen auch optisch sehr gelungenen Schlitzerfilm jedem Horrorfan empfehlen. Die LRed Edition-DVD ist ungekürzt und besitzt eine recht ordentliche Qualität. Neu eingefügte Szenen unterscheiden sich allerdings durch ein leichtes Widescreen-Format und etwas Unschärfe vom Rest des Filmes. Stört aber nicht übermäßig. Ein cooler, toternster Slasher für jede gut sortierte Horrorsammlung.