Ein Fest! Ein Fest mit Guilty-Pleasure-Vibes! Ein Fest mit Guilty-Pleasure-Vibes (vor allem) für Fans von Drew Barrymore! Aus unterschiedlichen Gründen. Gründen wie... Drew ist süß. Drew ist sexy. Drew lächelt. Drew schmollt. Drew tanzt. Drew duscht. Drew liebt. Drew rammt ihr Knie dem schmierigen Danny Trejo in die Cojones. Drew killt. Drew t... ne, das kann ich jetzt unmöglich spoilern, das muss man schon mit eigenen Augen gesehen haben, um es zu glauben.
Doppelganger (= OT) beginnt mit einer schwarz gekleideten Frau (Drew Barrymore, mit Kopftuch & Sonnenbrille), die ein Appartement in einem Hochhaus aufsucht. Offensichtlich ist sie nicht ganz okay, hat sie doch Nasenbluten & sowas wie Schwimmhäute zwischen den Fingern. Kaum ist die Wohnungstür offen, verwandelt sie sich in eine Furie & attackiert ihr Gegenüber (Jaid Barrymore, Drews Mutter) wie von Sinnen mit einem Messer. Dieser wuchtige Auftakt-Mord hätte sich auch in einem Giallo bestens gemacht.
Weiter geht’s mit Holly Gooding (Drew Barrymore), die beim eher erfolglosen Drehbuchautor Patrick Highsmith (George Newbern) in L. A. als Untermieterin einzieht & ihm natürlich den Kopf verdreht, obwohl sie sich sonderbar benimmt & mit heftigen Albträumen & Stimmungsschwankungen zu kämpfen hat. Des Weiteren fühlt sie sich verfolgt... von einer mörderischen Doppelgängerin, deren abscheulicher Verbrechen sie verdächtigt wird. Patricks Kollegin Elizabeth (Leslie Hope) rät ihm, die Finger von der Schizo-Tante zu lassen. Doch dafür ist es natürlich längst zu spät.
Regie bei diesem albtraumhaften Psycho-Thriller mit Mystery-Touch führte der Israeli Avi Nesher. Und auch wenn ich das Ergebnis, qualitativ gesehen, nicht wirklich als gut bezeichnen kann, so ist der Film dennoch ziemlich super, einfach weil mich die Geschichte gepackt hat & weil sowohl die (krude) Umsetzung als auch die Figuren Ecken & Kanten haben. Die zum Zeitpunkt des Drehs noch 17-, vielleicht gerade auch schon 18jährige Drew, zu dieser Zeit immer noch im Comeback-Modus, gibt alles & zeigt Seiten, die man von ihr nicht unbedingt erwartet hätte.
Ihre Darbietung als mordlüsterne Messerhexe etwa ist ein kleiner Schock; wesentlich angenehmer sind da schon ihre laszive Tanz-Einlage, bei der sie sich kokett über ihre beachtlichen Rundungen streicht, sowie natürlich ihre denkwürdige (Blut-)Duschszene mit Hupen-Alarm. Und dann begeistert mich Nesher (der auch das Skript geschrieben hat) erst mit einem überraschenden Twist & dann auch noch mit einem wahnsinnigen Finale, bei dem ihm sämtliche Gäule durchgegangen sind & sich die K.N.B.-Jungs auf den Spuren von Screaming Mad George austoben konnten. Diese irre WTF-Show kann nicht einmal ein heftiger Goof verderben.