Review

ACHTUNG! SPOILER !

"Ein Massenmörder versetzt das ganze Land in Panik. Innerhalb von zwei Jahren tötet der Unbekannte auf grausamste Art weit über 40 Menschen. Es gibt nur ein Wort für seine sinnlosen Taten: sadistischer Wahnsinn!
Auch Cristin und ihre Mutter hören die Rundfunknachrichten von der neuesten Tat des wahnsinnigen Mörders, der seine Opfer so entsetzlich entstellt.
Die Beschreibung des Täters paßt genau auf Barney, den jungen Landstreicher, der seit wenigen Tagen in ihrem Gartenhaus wohnt.
Das junge Mädchen wird plötzlich von schrecklichen Ahnungen geplagt. In heller Panik will sie die Polizei rufen. Doch die Leitung ist tot - durchgeschnitten... Jetzt gibt es für sie und ihre Mutter keine Hoffnung mehr auf Hilfe!"

Soweit die etwas simplifizierende Zusammenfassung der Handlung auf dem Cover der VHS-Cassette von UFA-Video, die 1988 veröffentlicht wurde.

Während die meisten spanischen Horrorfilme der 70er Jahre einer gewissen „hau-drauf-Dramaturgie" verpflichtet sind, haben sich die Produzenten dieses Werks bemüht, den Zuschauer behutsam in die Handlung und die Psychologie der Personen einzuführen. Grundsätzlich ist ein solches Vorgehen zu begrüßen, doch gar so langatmig und breit angelegt wie hier sollte es nicht umgesetzt werden. Der Zuschauer wird viel zu lange mit unbedeutendem Geplänkel hingehalten und verliert bald das Interesse an der weiteren Entwicklung der Geschichte. Die plötzlichen, explosionsartigen Ausbrüche blutiger Gewalt passen dann auch so gar nicht zu dem eher behäbigen Rhythmus des Werks. Diese Szenen wirken wie Fremdkörper in der Struktur des Films und sind in ihrer Heftigkeit im Grunde durch nichts gerechtfertigt.

Die Story ist eine wenig einfallsreiche Variation bekannter Thriller-Themen, mit Elementen des Giallo-Films und Zitate aus anderen Streifen wie z.B. „Psycho".
Aufgepeppt wurde das ganze mit dräuenden Gewittern, flackernden Lichtern und eruptiv eingefügten Flashbacks der Hauptdarstellerin.
Die ordentliche Produktion hilft dem Film ebenso wenig wie die professionell agierenden Darsteller. Trotz der Bemühungen, eine psychologisch fundierte Geschichte auf die Beine zu stellen und allzu vordergründige Effekte zu vermeiden, ist LA CORRUPCION DE CHRIS MILLER insgesamt eine Enttäuschung. Zwar gibt es ein paar gelungenen Spannungsmomente, dennoch ist der Film eher langweilig. Nichts gegen eine sorgfältig aufgebaute Story, aber der Streifen ist mindestens 20 Minuten zu lang. Mit einem gestrafften Drehbuch hätte aus dem Film durchaus ein ansprechender Psychothriller werden können. So bleibt letztlich das Ergebnis hinter dem Anspruch zurück.

Mit den beiden sozialkritischen Filmen „Muerte de un ciclista" (1955) und „Calle Mayor" (1956) drehte Regisseur JUAN ANTONIO BARDEM (1922-2002) seine beiden wichtigsten und international bekanntesten Filme bereits in den 50er Jahren.

MARISOL (Josefa Flores Gonzalez) begann ihre Karriere bereits als 10jährige und ist in Spanien vor allem als Sängerin bekannt.

Aus der Werbung:


Es herrscht ANGST... Ein wahnsinniger Massenmörder versetzt das ganze Land in Panik!
Ein PSYCHO-KILLER geht um... (UFA-Video)

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