Review

Da hab ich mich doch mal wieder von einem ansprechenden Cover, dem Titel und der recht unterhaltsam, wenn auch abgedroschen, klingenden Inhaltsangabe einer DVD täuschen lassen. Eigentlich habe ich mit "Death Valley - The Revenge of Bloody Bill" eher einen soliden kleinen Slasherhappen alla "Curse of the Forty-Niner" erwartet, doch was ich zu sehen bekommen habe, war ein trashiges Zombiefilmchen, das höchstens einige kleinere Anflüge des Slasher-Genres besaß. Nun gut, da ich aber nichts gegen Zombie-Filme habe, habe ich mir den blutigen Bill dennoch bis zum Schluss angeschaut, nur um zu merken, dass dies astreine Zeitverschwendung war, denn dieser Streifen ist wieder einmal Trash der absolut gültigsten Sorte.

"Death Valley" handelt mal wieder von einer Gruppe aus Jugendlichen, die sich mit ihrem Auto auf dem Weg zu einer Fahrt ins Blaue aufmachen. Unterwegs nehmen sie allerdings einen Tramper auf, der sich schon bald als krimineller Drogenkurier entpuppt, der die Gruppe dazu zwingt, ihn ins verlassene "Death Valley" zu kutschen, um dort einen "Kollegen" zu treffen. Allerdings ist Death Valley alles anderes als verlassen, sondern wird von Zombies beherrscht, unter der Führung eines blutrünstigen Wesens namens "Bloody Bill". Und das Blutbad nimmt seinen Lauf... Nicht nur trashig sondern wirklich absoluter Müll, dass ist das Drehbuch zu "Death Valley". Wohl als eine Mischung aus Zombiefilm und Westernstreifen geplant, entpuppt sich "Death Valley" recht schnell als ganz üblicher 08/15-Zombie-Schrott, so wie es ihn nach Romeros Zombiemeisterwerken zu Hauf gab. Die Figuren sind allesamt von der ganz dämlichen Sorte, und die Handlung ist nicht das Zelluloid wert, auf das sie gebannt wurde. Dazu natürlich Logiklücken ohne Pause, die einem, selbst für Horrorverhältnisse, übel aufstoßen. Kurzum, Trash der typischsten Sorte.

Das Trash aber dennoch schwer unterhaltsam sein kann, das haben Filme wie "Rabid Grannies", "Angriff der Killertomaten" oder auch "Troll 2" schon bestens bewiesen. Doch bei "Death Valley" will nicht einmal der Unterhaltungsfaktor funktionieren, da hier leider keinerlei Humor in der Geschichte ist, sondern man immerzu das Gefühl hat, dass der ganze Scheiss wirklich ernst gemeint wurde. Bis auf einen kurzen (misslungenen) Joke am Anfang, gibt es hier wirklich nicht allzu viel zu lachen, weder freiwillig noch unfreiwillig. Und somit kann man sich über die blöde Handlung nicht amüsieren, sondern nur den Kopf schütteln.

Und auch die Inszenierung ist so hanebüchen wie dillethantisch, dass es wirklich schon ein Kraftakt ist, diese für 90 Minuten auszuhalten. Der Einsatz der Farbfilter wirkt billig, Kameraarbeit, Schnitt, Maske und Regie, alles von der schlechtesten Sorte, sowie einige Splattereffekte, wenn auch schön auf Old-School getrimmt, der Marke Oberpeinlich . Am schlimmsten ist bei der Inszenierung aber die Musikuntermahlung ausgefallen, die hier nicht aus einem angenehmen Horror-Score besteht, sondern hauptsächlich aus so ziemlich ein und dem selben Metal-Song, der am Anfang zwar recht stimmig klingt, einem jedoch bei der X-ten Wiederholung höllischst auf den Docht geht.

Den größten Vogel schießen allerdings die Darsteller ab, die man sich allesamt nie wieder vor die Kamera wünscht. Von den Casting-Direktoren wahrscheinlich zugedröhnt auf der letzten Kifferparty aufgegabelt, kriegt es hier der Zuschauer mit einigen Spacken zu tun, die wohl nicht einmal bei selbst gemachten Heimvideos überzeugen dürften. Bloß weg damit!

Fazit: Unterirdisch schlechter Zombie-Brei mit Slasher-Anleihen, der nicht einmal als Trashfilm funktionieren will. Ein grausiges Skript vereint sich hier mit einer scheinheiligen Inszenierung, sowie Darstellern der Marke "gehts noch?"! Mit viel zu wenig Witzen unterlegt und ziemlich dusseligen Splattereffekten versetzt, kann man dieses grausige Direct-to-DVD-Release locker in die Toilette werfen. Denn so etwas hat die Filmwelt nun wirklich nicht gebraucht!

Wertung: 2/10 Punkte

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