Tommy Lee Jones spielt einen Texas Ranger, der im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms eine Horde Cheerleader hüten muss, da diese einen Mord beobachteten und nun ein Killer auf sie angesetzt ist. Der kauzige Jones kommt jedoch mit den unvernünftigen Cheerleadern kaum zurecht und verliert den Draht zu seiner eigenen Tochter. Dann verliebt er sich auch noch in die Schuldirektorin der Cheerleader.
Die Story ist sehr klischeehaft und stereotyp und entspricht dem typischen Muster der modernen Teenie-Komödien. Daraus resultiert natürlich eine große Vorhersehbarkeit. Die Charaktere sind natürlich frei nach dem Klischee gestrickt und haben nicht einmal einen Ansatz von Tiefe. Die Cheerleader sind natürlich dumme, verzogene und freizügig bekleidete Gören und Jones darf mal wieder Cowboy spielen. Die Dialoge sind vor allem in der ersten Hälfte des Film überaus amüsant und es gibt durchaus ein paar solide Gags. Das Hauptproblem ist jedoch, dass der Film zum Ende hin zu dick aufträgt und selbst im Vergleich zu anderen Teenie-Komödien ein übertrieben kitschiges Happy-End liefert.
Der Film läuft schnell an. Vor allem durch die klischeehafte Darstellung und das übertrieben dämliche Verhalten der Cheerleader und die trockenen Sprüche von Jones kann der Film wirklich bestens unterhalten. Darüber hinaus gibt es ein paar Action-Szenen und den üblichen Teenie-Klamauk. Der Film baut wirklich alles ein, wodurch man unterhalten kann. Während andere Teenie-Komödien erst 10 Minuten vor Schluss beginnen "Heile Welt" zu spielen und auf das Happy-End hin zu arbeiten, setzt dies hier leider sehr früh ein, sodass der Unterhaltungswert zum Ende hin immer weiter sinkt. Das Finale ist leider so kitschig und vorhersehbar, dass es wirklich niemanden beeindrucken kann und auch nicht das Wohlgefühl im Zuschauer hervorrufen kann, dass man von einem solchen Film erwartet. Alles in allem bietet "Der Herr des Hauses" solide Unterhaltung.
Regisseur Stephen Herek, der Hollywood schon seit 20 Jahren mit Komödien wie "Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit" oder "101 Dalmatiner" überflutet leistet mittelmäßige Arbeit. Die Filmmusik ist natürlich wie bei allen Teenie-Filmen sehr modern und kann vor allem das kitschige Finale solide unterlegen. Die Action-Szenen sind nicht so gut dosiert, es wäre wohl besser gewesen, wenn er beim Finale auf mehr Action statt auf übertriebenen Kitsch gesetzt hätte. Die Gags gelingen ihm jedoch gut und gestalten vor allem die erste Hälfte des Films unterhaltsam. Darüber hinaus setzt er das Potential seines Hauptdarstellers gut ein.
Tommy Lee Jones spielt hervorragend. Er ist knallhart, sehr ernst und, was das Beste ist, staubtrocken. Durch seinen trockenen Humor, mit dem er, für eine Teenie-Komödie auf relativ subtilem Weg die Cheerleader veralbert ist hervorragend. Jones, der den Film auch produzierte, rettet an dem flachen Streifen, was zu retten ist. Leider kommt der Oscar-Preisträger mit dem Finale nicht so gut zurecht, bei dem seine Figur zunehmend lockerer und liebenswerter wird, zumal dies überhaupt nicht zu ihm passt. Die Cheerleader bringen wirklich alle billigen Klischees ordentlich rüber.
Fazit:
"Der Herr des Hauses" geht als einigermaßen solide Komödie sicherlich in der Teenie-Welle unter, zumal er kaum neue Ideen liefern kann. Dennoch bietet er solide Unterhaltung für zwischendurch und mehr erwartet man von einer solchen Komödie eigentlich nicht. Vor allem der hervorragend aufspielende Tommy Lee Jones sorgt für ein paar amüsante Momente. Vor allem für Fans von Teenie-Filmen empfehlenswert.