Nein, dieser Film wäre nicht wirklich nötig gewesen. Hiermit appelliere ich an alle Filmemacher, mindestens die nächsten zehn Jahre keine Geisterfilme mehr zu drehen – ich habe die Faxen dicke. Dark Water, obwohl sauber inszeniert und überzeugend gespielt – neben den Hauptdarstellerinnen ist vor allem der Wohnungsvermieter zu erwähnen –, kann dem japanischen Original keineswegs das (dunkle) Wasser reichen. Atmosphärisch ist der Film zwar bemüht, aber der Funke will nicht überspringen, und die wenigen, dafür punktgenau eingesetzten Schockeffekte des Originals sitzen hier nicht bzw. sind sogar teilweise nur angedeutet. Ewig nur Wasserhähne, die sich von selber aufdrehen und braunes Wasser von sich geben, sind sicher ein-, zwei-, drei- oder sogar viermal eine prima Sache, aber dann ist wirklich mal gut. Mit fortlaufender Dauer nähert sich der Film sogar allmählich an einen Zustand der Langweile an, ohne sie jedoch vollkommen zu erreichen. Ende der 90er-Jahre, in der Zeit, als man in Hollywood noch eigene Geisterstoffe hatte und noch nicht Asien recyclen musste – also zu Zeiten von The 6th Sense, (Stir of) Echoes und Vergleichbarem –, wäre das Dark-Water-Remake auch schon nicht der Oberbrüller gewesen, auch wenn es sich um einen eigenständigen Film und nicht um ein Remake gehandelt hätte. 5/10