Dr. Pfeiffer beschließt, als er in seiner Herrenrunde bei der Feuerzangenbowle die Schulgeschichten seiner Freunde hört, selbst noch einmal in die Schule zu gehen, da er selbst lediglich von Privatlehrern unterrichtet wurde.
Die Story ist sehr simpel und vorhersehbar. Sie hat zwar einen roten Faden, ist aber selbst für eine Komödie zu flach und höhepunktlos. Tiefe hat der Film nicht einmal ansatzweise, enthält also lediglich billige und kommerzielle Unterhaltung.
Der Anfang ist ordentlich gelungen und schafft es durchaus, den Zuschauer auf das Geschehen zu lenken. Der Mittelteil ist dann leider sehr eintönig und enthält zum Großteil unlustige Witze, bzw. billigen Klamauk und bietet darüber hinaus kaum zu ertragende Naivitäten. Das Ende ist ein wenig besser gelungen, schafft es aber leider nicht mehr, den Film doch noch in einem guten Licht erscheinen zu lassen.
Natürlich ist die Feuerzangenbowle ein Klassiker und ein Kultfilm, aber es gibt Klassiker, die man sich heute auch noch ansehen kann und gut unterhalten wird, aber natürlich gibt es auch Klassiker, die mittlerweile ausgedient haben und zu den letzteren gehört der Film. Unterhaltsam ist er leider nicht, nicht einmal amüsant, was vor allem aus der hohen Naivität resultiert. Selbst wenn man die zwischen-geschlechtlichen Begegnungen mit den naivsten Teenie-Filmen heutiger Zeit vergleicht, schneide die Feuerzangenbowle entsprechend schlecht ab.
Immerhin hat der Film, wie fast jeder Klassiker, einen hohen historischen Wert. Man bekommt einen, mehr oder weniger korrekten, Einblick in die Schule der damaligen Zeit, wobei die Lehrer und Schüler natürlich sehr klischeehaft konstruiert sind, wo der Film einmal mehr seine geringe Tiefe unter Beweis stellt.
Bild und Ton sind furchtbar, ich frage mich, warum seit 1944 niemand auf die Idee gekommen ist, den Film vielleicht mal zu überarbeiten. Der Ton ist kaum verständlich, man muss sich wirklich konzentrieren, um manche Figuren akustisch zu verstehen. Die Filmmusik kann man natürlich komplett vergessen.
Die Schule und Lehrer der damaligen Zeit werden stellenweise durchaus kritisiert, aber die Kritik fällt leider bei weitem nicht bissig und heftig genug aus und endet meistens in schwachem Klamauk.
Die Darsteller sind nicht schlecht, Hauptdarsteller Heinz Rühmann besticht durchaus mit seiner Leistung, kann den Film aber leider auch nicht mehr retten.
Ich bin zwar nicht unbedingt ein Fan von alten Filmen, sehe sie aber dennoch gelegentlich ganz gern und die Feuerzangenbowle gehört definitiv zu den schlechteren Klassikern, auch mit Kultfilm-Bonus sind nicht mehr als 4 Punkte drin.
Zusammenfassend ist "die Feuerzangenbowle" ein schwacher Klassiker, der aufgrund seiner hohen Naivität und seiner einfach gestrickten Story kaum unterhalten kann und durch die wirklich schlechte digitale Qualität anstrengend anzusehen ist.