Review

Ich bin zwar kein Psychologiestudent, habe allerdings in der AHS-Oberstufe Sigmund Freud's wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Psychoanalyse, von der er ja der Begründer war, und allgemein Psychologie mit großem Interesse verfolgt.

Die Psychoanalyse ist seit ihrer Erfindung bzw. Entdeckung bis heute schließlich eines der wichtigsten Werkzeuge in der Psychologie.

Nun aber zum Film selbst:
Der Film erzählt im Großen und Ganzen das Leben von Sigmund Freud, allerdings auf eine Art, die mir wie eine in einen Spielfilm verpackte Dokumentation vorkam. Gerade das machte für mich den Reiz aus. Ich hätte den Film als reinen Spielfilm gesehen nicht so hoch bewertet, da er sich tatsächlich, vermutlich hauptsächlich durch seine Dialoglastigkeit, sehr zieht. Dokumentationen hingegen kann man Dialoglastigkeit eigentlich nicht vorwerfen. Und der Touch von Dokumentation hebt die Wertung in meinen Augen.

Ein weiterer Reiz ist die Sepia-artige Optik. Es handelt sich um kein reines Schwarz-Weiß-Bild, sondern um diesen Braunton von alten Sepia-Fotographien. Ich kam mir beim Ansehen wie 150 Jahre zurückversetzt vor. :) Dazu beigetragen haben übrigens auch die hervorragenden Kostüme der Schauspieler!

Die Schauspieler an sich liefern alle eine überzeugende Leistung ab. Allerdings muss ich dabei Karlheinz Hackl besonders hervorheben. Für sein Leinwand-Debut spielt er wirklich ganz ausgezeichnet.

Alles in Allem sehr guter Film, der allerdings hauptsächlich Psychologie- und Freud-Interessierten am ehesten gefallen wird. Freunde von alten oder in altem Stil gedrehten Filmen werden an der Optik einen Gefallen finden. Doch zur reinen Unterhaltung ist der Film wegen seines hohen Anspruchs bzw. allein schon durch das Thema in meinen Augen nicht geeignet.

7/10 Punkte

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