Erste Szene: Vergewaltigung. Zwei Frauen stürmen herein und verprügeln die Täter mit Baseballschlägern.
Zweite Szene: Das jetzt wieder vollständige Trio überschüttet einen alten Mann mit Benzin, überlegt es sich dann nach kleinem Disput noch mal anders und kippt bloss kochendes Wasser über ihn.
Dritte Szene: Das Trio legt die Brüste frei und raubt jemand mit Gewalt aus.
In diesem Ton geht der Film dann weiter, nur etwas gemässigter, später sogar mit ein wenig Drama und sozialer Kritik, was dann natürlich nicht mehr so richtig wirkt.
Storymässig geht es um das aus Toto, Maddy und Dummy bestehende Hurentrio, die sich aber mehr mit kriminellen Mitteln bereichern, zu guten Zwecken wie der Versorgung der Grossmutter etc. natürlich nur.
Als Toto dabei dem Cop Ben Fai in die Arme läuft und sich beide ineinander verlieben, werden sie teilweise auch von ihm gedeckt [ in ein- und zweideutiger Hinsicht ]. Dieser ist auf den Spuren eines Gangkartells, dass mit gefälschten Kreditkarten dealt und schleusst Toto auch in die Gang ein. Doch diese wechselt über...
Die bescheidene Mischung aus einigen Brutalitäten und abtörnendem Gestöhne hat zwar inhaltlich wenig zu bieten, ist aber gar nicht mal zu langweilig gefilmt; was auch vor allem daran liegt, dass zwischendurch einige – absichtliche ? – Slapsticksequenzen auftauchen, die einem Stephen Chow würdig sind.
Da müssen sich z.b. zwei Stumme darüber verständigen, was beim Bordellbesuch für wie viel Geld machbar ist und ziehen das dementsprechend in der Zeichen- und Gebärdensprache durch. Eine weitere tränentreibende Szene sieht das Trio in einer harmlosen Schlägerei mit einer Gruppe Homosexueller verwickelt, wobei die gesamte Sequenz einige herrliche Lacher zu bieten hat.
Auch dass der Cop beim Pimpern die Sonnenbrille aufbehält oder es bei Vorlage eines Studentenausweises Rabatt gibt, heitert auf.
Die späteren Dramaeinschübe funktionieren ausgerechnet nur in den kurzfassenden Rückblenden, wobei allerdings der überraschend formidable Score grossen Anteil hat.
Action ist so gut wie nicht vorhanden, die durchaus vorhandenen Möglichkeiten dazu werden wohl auch aus Budgetgründen gar nicht genutzt. Selbst bei der finalen Erstürmung fallen nur einige Schüsse, davon ein deftiger Headshot.
Gut ist das natürlich alles nicht, mit genremässig genug Abstrichen kann man’s aber schauen.
3,5/10