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Peinlich schlechter Abklatsch von LAST HOUSE ON THE LEFT, der Sadismus und realistisch-schockierende Gewalt verspricht, aber dieses Versprechen erst in den letzten zwanzig Minuten einhält. Zuvor gibt es bloß öden Softsex, jämmerliche Dialoge und unterirdisch schlechte Discotanzeinlagen im Stile der 70er Jahre. Es hätte viel mehr aus dem Stoff gemacht werden können, aber die beiden charismatiscxhen Schurkendarsteller David Hess und John Morghen werden zu keiner Zeit gebührend eingesetzt oder gar gefordert. Hinzu kommen ein höchst unglaubwürdiger Plottwist am Ende und der wohl schlechteste Soundtrack, den ein Horrorfilm je verpasst bekommen hat. Kaum zu glauben, dass dieser erbärmliche Mist von dem gleichen Regisseur stammt, der zuvor mit CANNIBAL HOLOCAUST ein Meisterwerk schuf. 1 von 10.
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In Der Schlitzer spielt David Hess mal wieder ein herrlich fieses Arschloch, das eine Gruppe von reichen Schnöseln terrorisiert. Dabei hat er es natürlich hauptsächlich auf die attraktiven Frauen in der Gruppe abgesehen, welche er foltert und vergewaltigt. Zu hart wurde dies allerdings nicht umgesetzt. Eine etwas brutalere Szene ist sicher jene in der Jack eine nackte Frau mit dem Rasiermesser bearbeitet. Von Vergewaltigung kann man eigentlich auch nur bei einer Szene (Jacks erstes Opfer) sprechen. Beim Rest handelt es sich vielmehr um softe Sexszenen. Diese wurden allerdings durchaus erotisch umgesetzt. Fazit: Softer Sicko mit einem mal wieder sehr überzeugendem David Hess. Sicher kein Meisterwerk, für Generefans aber dennoch durchaus unterhaltsam.
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Und noch ein "Last House on the Left"-Derivat aus Italien. Diesmal hat sich mit Ruggero Deodato zwar ein fähiger Regisseur der Sache angenommen, aber mit "Der Schlitzer" hat er keinesfalls eine Meisterleistung vollbracht. Im Gegensatz zu Craven und Lado stellt Deodato die vollzogenen Sadismen nämlich nicht deutlich als schockierend dar, sondern eher nach sleaziger Softsex-Manier. Ob er damit wie einst bei "Nackt und zerfleischt" das Publikum unbewusst die Sicht des Täters einnehmen lassen wollte? Na ja, jedenfalls hinterlässt das Ganze ein flaues Gefühl im Magen, vor allem auch durch das brutale Ende. Fazit: Platter Sadismus ohne sinnvolle Pointe.