Direktor des Chaos
Das Weltbild eines peniblen, berüchtigten und überstrengen Schuldirektors gerät aus den Fugen als er zu einem wichtigen Treffen der Oberlehrer den Zug verpasst und ein wilder Roadtrip entgegen seiner Prinzipien, Pauken und Pläne beginnt…
Nachsitzen im Fach „Leben“
John Cleese ist immer eine Bank. Kaum einer verbindet Strenge, Timing, Ausdruck und Humor wie er, wie hier. Und deswegen ist es verständlich und funktionierend, dass „Clockwise“ ohne ihn nicht klappen würde und gänzlich um ihn herum gebaut ist. Er war ein Megastar was Comedy betrifft. Zurecht. Und er in Topform, was er '86 definitiv noch war, kann das eben wie kaum ein anderer. Seinem pedantischen Rektor, dessen Leben und Pläne aus dem Takt geraten, guckt man sehr gerne zu und man gönnt ihm diesen „Fall“. Er ist nicht wirklich eine nette Figur mit der man sich identifizieren kann oder will - aber dass einem während der Schul- oder Studienzeit einmal eine solche über den Weg gelaufen ist, ist sehr wahrscheinlich. Sein Timing, sein Unflexibilität, sein Rechthaben, seine fehlende Empathie und Sympathie. Fast schon fehlende Menschlichkeit und Fehler - köstlich! Daneben. Aber köstlich. Wie sein Herumkommandieren ihn immer wieder vom Weg ab und in Schwierigkeiten bringt - toll! Das kann doch nicht das erste Mal in seinem Leben gewesen sein, oder?! Allein wie er zwei punkige Schüler selbst am Bahnhof erkennt, ermahnt und enttarnt - hilarious! Das ist weder Mr. Bean noch Monty Python, nie durchgängig über lange Phasen zum lauten Lachen - und doch eine sehr gelungene Nummer gegen Kummer!
John Cleese, du Legende!
Fazit: ein britischer Komödiengeheimtipp über Lehrer, Lehren und Leeren. Nicht urkomisch - aber doch oft genug charmant, stilvoll, zwischen den Stühlen und vor allem lustig. Recht so!