Review

Inhalt:
Die beiden Killer Zeti und Cold Sam werden auf den Triadenbos Jim angesetzt. Aber trotz des anfangs scheinbar einfachen Jobs geht eine ganze Menge schief....
Kritik:
“Do you think you are a Hero ?”
In meist dreckigen Hinterhöfen und einem kleinen dunklen Zimmer spielendes Bloodshed - Drama, ohne das „Heroic“ davor. Die Killer hier sind keine strahlenden coolen Helden; sondern gebrochene Personen, die alles verloren haben und armselig vor sich hinvegetieren. Das einzige, wofür sich bei den beiden noch zu leben und kämpfen lohnt, ist ihre Freundschaft und Zuneigung einander; und das Versprechen, aufeinander aufzupassen. John Woo’s KILLER musste sich den „Vorwurf“ der Homoerotik zwischen den beiden Männer gefallen lassen. Hierbei wird ohne es zu sagen, aber mit recht deutlichen Andeutungen viel weiter gegangen. Ungewöhnlicher und deswegen auch erstaunlicher Stoff von Drehbuchautor Wong Jing und Regisseur Clarence Ford. Anfangs schien es, als würde man einen üblichen Popcorn-Actionfilm in der Tradition der beiden zu sehen bekommen: Leuchtende, durch Filter gezogene Farben; 2 gutaussehende Sonny-boys in ständig weißen Anzügen; die geheimnisvolle Schöne am Straßenrand zu Latino-Musik in Zeitlupe; eine schon mehr als klischeehaft umgesetzte Sexszene mit wehenden Vorhängen und von Wasser feuchter und dadurch durchsichtiger Kleidung; einem lässig in tiefblauer Umgebung umgesetztes Attentat. Plötzlich änderte sich jedoch der Ton. Der Film wird ziemlich gewalttätig und hart, ohne zu beschönigen. Er wird schwerfällig und unzugänglicher, aber auch interessanter, weil er sich statt auf die Action rasch auf die Personen konzentriert. Sie weinen, sie schreien, sie leiden. Sie werden zu realen Menschen statt zu Abziehbildern.
Kein NAKED KILLER hier...
Alex Fong und Stephen Fung waren zwar sehr gut, aber doch zu gewöhnt in der Rolle des einsamen Killers bzw. aufrechten Polizisten. Neuling Sunny Chan, der anfangs völlig belanglos und langweilig wirkte, wurde von Minute zu Minute besser und beachtlicher. Nicht von ihm erwartet. Die eindrucksvollste war mit ganz großem Abstand Kathy Chow.
Natürlich gab es auch hier Action, teils aber zu verwackelt mit der Handkamera gefilmt, teils aber auch äußerst kinetisch und mit gelungenen Einstellungen rüberkommend [ Showdown ].
Nicht ganz das, was erwartet wurde...
“If you want to die, just go ahead”

7 Sterne

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