Review

„Hautnah“ist so etwas wie eine Vierecksgeschichte,die vor allem durch sehr intelligente Dialoge überzeugen kann.
Erzählt wird die Geschichte von zwei Frauen und zwei Kerlen,die im Prinzip ihre Partner tauschen,wobei logischerweise Probleme entstehen.
So kompliziert und undurchschaubar wie das Thema Liebe im Allgemeinen ist,so verläuft auch die Erzählweise des Streifens,so dass man schon recht genau aufpassen muß,wann wer und mit wem – war mir zwischenzeitlich etwas zu konfus geschnitten.

Ungewöhnlich mutig kommt der Streifen daher,es gibt zwar keine expliziten Sexszenen,aber an deutlichen Worten lässt man es nicht mangeln,was besonders in der Sequenz des fingierten Sex-Chats deutlich wird und durch eine gewisse Authentizität zum Schmunzeln einlädt.
Die Darsteller machen ihre Sache recht ordentlich,doch verkörpern sie leider unsympathische Charaktere,wodurch sich das Mitgefühl in Sachen Liebeskummer in Grenzen hält.
Zumindest kann Natalie Portmann durch ihre Stripeinlage noch etwas rausholen,was Julia Roberts nicht in Ansätzen gelingt.Ihre Performance fand ich schon fast unbeholfen.

Insgesamt ein recht erfrischendes Drama mit schlagfertigem Wortwitz,dass am Ende leider keine zufrieden stellende Quintessenz bietet.
6 von 10 Punkten

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