Wie sein Vorgänger hat Creepshow 2 keine durchgängige Handlung sondern besteht aus mehreren Kurzgeschichten. Die Rahmenhandlung ist folgende: Ein blonder kleiner Junge bekommt von einem komisch aussehenden Wesen (gespielt von Tom Savini) die neueste Ausgabe des Creepshowcomics geschenkt. Im weiteren Verlauf des Films sehen die Zuschauer wie das Wesen den Zuschauern die jeweilige Geschichte im Comic aufschlägt. Story 1: Ein Ladenbesitzer und seine Frau werden von ein paar Jugendlichen ausgeraubt und ermordet. Der hölzerne Indianer, welcher am Eingang des Geschäfts steht, entwickelt nach dem Verschwinden der drei Mörder ein völlig selbstständiges Eigenleben. Er versucht den Tod seiner Ladenbesitzer zu rächen. Story 2: Vier Jugendliche fahren an den See und wollen ein bisschen schwimmen. Als sie auf einem riesigen Floß rasten kommt ein großes wie ein Ölfleck aussehendes Wesen auf sie zu und schon bald müssen die Kids um ihr Leben kämpfen. Die dritte und mit Abstand beste Geschichte von Creepshow 2 hat folgenden Inhalt: Eine ehebrecherische Ehefrau eines Anwalts ist auf dem Nachhauseweg von einem ihrer One night- stands. Auf der Autobahn überfährt sie jedoch aus Versehen einen Passanten. Aus Angst vor dem Gefängnis begeht sie Fahrerflucht. Sie muss allerdings bald feststellen, dass der tote Passant seinen Tod nicht gerade auf die leichte Schulter nimmt und hängt ab da an ihr wie eine Klette. Anschließend bekommt der Zuschauer wieder den Schluß der Rahmenhandlung präsentiert (welcher hier ebenfalls ziemlich unspektakulär ist).
Von der Machart unterscheiden sich Teil 1 und Teil 2 nicht gerade voneinander. Nur dass es in Teil 2 kein Skelett ist, das den Zuschauer begleitet, sondern das oben genannte Wesen (eine bessere Bezeichnung fällt mir nicht ein). In der dritten Story bekommt man allerdings noch ein aus Teil 1 bekanntes Gesicht zu sehen, Stephen King spielt einen Lastwagenfahrer, welcher allerdings keinen großen Auftritt hat. Wie auch in Teil 1 steigert sich der Splatteranteil im Verlauf des Filmes. Die dritte Geschichte ist wie schon geschrieben die mit Abstand lustigste von allen Dreien (er sagt die ganze Zeit über:"Thanks for the ride, Lady. Thanks for the ride!" und sie schreit immer lauter und wird immer hysterischer (das ist cool). Die beiden anderen Storys sind auch nicht schlecht, aber kommen eher unspektakulär rüber. George Romero hat hier leider nicht mehr die Regie übernommen, aber Michael Gornick ist scheinbar ein würdiger Ersatz und hat eine würdige Fortsetzung von George Romeros Creepshow abgeliefert. Die Schauspieler sind hier wie in Teil eins wieder einmal sehr gut in ihren Rollen. Alle Schauspieler haben hier aber keine bekannten Gesichter (außer Stephen King natürlich, Tom Savini zählt nicht, da er die ganze Zeit eine Maske auf seinem Gesicht hat), sondern sie sind eher unbekannt, sind aber wie gesagt, allesamt sehr gut. Wie auch bei Teil 1 folgt nun meine Kurzgeschichtenbenotung: Nr. 1: 4/10, Nr. 2: 5/10, Nr. 3: 9/10 und die Rahmenhandlung: 3/10. Da aber wie jeder Film eine Gesamtnote hier braucht, 8 von 10 Punkten.