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Drei kurzweilige Geschichten aus der Feder von Stephen King beinhaltet „Creepshow 2“. Das Drehbuch schrieb George A. Romero. Ähnlich wie bei „Tales from the Crypt“ sind die Geschichten mit einer dünnen Rahmenhandlung und einem Erzähler, dem Creep verbunden.

1) Alter Häuptling Holzkopf
Ray und seine Frau Martha sind seit über 30 Jahren gutherzige Ladenbesitzer in „Dead River“. Als ein Indianerstamm die Schulden nicht mehr bezahlen kann, hinterlässt man ihnen einen Schatz als Pfand. Kurz darauf wird der Laden von drei Typen überfallen, das Ehepaar erschossen. Doch der Holzindianer vor dem Laden, kann das Unrecht nicht ertragen und nimmt Rache…

Vorhersehbare Story und daher kaum spannend. Immerhin gibt George Kennedy den alten Ladenbesitzer und zieht damit schnell sämtliche Sympathien auf sich – ein Opa zum Knuddeln. Der Unterhaltungswert ist bei dieser Episode jedoch am geringsten und auch Bluteffekte gibt es kaum zu sehen.

2) Das Floß
Vier bekiffte Jugendliche treiben sich an einem einsam gelegenen See herum, schwimmen in die Mitte bis zu einem hölzernen Floß. Doch um sie herum schwimmt eine Art Ölteppich, der nach den Jugendlichen greift und sie verschlingt.

Das ist einfach, aber abgefahren und weckt sogleich Erinnerungen an „The Blob“. Hier gibt es die ersten heftigeren Effekte zu bewundern, die zwar nicht allzu blutig aber schön schmierig ausgefallen sind. Etwas trashig, aber spannender als der Vorgänger.
Nur die Darsteller sind hier deutlich schwächer.

3) Der Anhalter
Rechtsanwaltsgattin Annie geht mit einem Callboy fremd. Auch dem Rückweg zu ihrem Ehemann fährt sie einen Anhalter über den Haufen und begeht Fahrerflucht, doch der Typ lässt sich irgendwie nicht abschütteln, dabei wollte er sich doch nur fürs Mitnehmen bedanken…

Der Höhepunkt von „Creepshow 2“. Die Geschichte vereint gut gemachte Goreeffekte, tiefschwarzen Humor und ein paar sehr spannende Momente. Die Schlusspointe lässt einem mindestens ein bissiges Grinsen ins Gesicht zaubern. Stephen King hat hier sein Cameo als Trucker.

Somit haben wir es mit sehr durchwachsenen Kurzgeschichten zu tun, die im Zusammenhang aber alle recht unterhaltsam ausgefallen sind, wobei sich der jeweilige Spannungsgrad mit jeder Geschichte erhöht. Die Rahmenhandlung in Form einer simpel gehaltenen Zeichentrickanimation kann zum Schluss sogar noch eine grimmige Überraschung aufweisen.
So vergeht beim Zuschauen die Zeit wie im Flug und das ist ja auch schon mal viel wert.
7 von 10 Punkten

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