Review

Geschichten, die dich zum Fressen gern haben

Auswahl ist alles - und da hat Schreiber Romero seine Hausaufgaben gemacht. Denn die king'schen Kurzgeschichten, die er sich für die "Creepshow"-Fortsetzung herausgepickt hat, gehören zu den feinsten Perlen des Kultautors. Selbst wenn zumindest zwei davon auf dem Papier noch ein Stück mehr Wirkung erzielen. Dennoch: insgesamt ist "Creepshow 2" gelungen und seines Namens würdig. Morbide und schelmisch grinsend, böse und brutal, kurz und unterhaltsam.

Wer also nach dem Original noch immer nach neuen Horrorkurzgeschichten lechzt - direkt das Sequel einschieben. Warum auch nicht. Geht runter wie Öl. Leicht verdaulich und schnell vergessen - bis auf "The Raft", der fast schon einen kompletten Film verdient hätte und ein wahres Fest für Fans des "Blob" oder des "Stuff" ist. Zwischendurch leiten die Comicsequenzen gelungen über.

Old Chief Wood'nhead (6/10)
Ein Holzindianer auf Rachetour...
Der Humor trifft nicht immer und trotz kurzer Laufzeit zieht es sich etwas, bis es ans Eingemachte geht, doch wenn der hölzerne Häuptling (klasse Look!) dann endlich mal in die Gänge kommt und sein Tomahwak wirft, dann kann man nicht mehr meckern.

The Raft (9/10)
Ein paar Teenager sind gefangen auf einem Floss, da ein schleimartiges Wesen im See Hunger auf Menschenfleisch hat...
Mein absolutes Highlight seit Kindheitstagen. Ekelig, spaßig, effektiver als jedes "Baden verboten!"-Schild. Danach war das Baggerloch nie mehr dasselbe!

The Hitch-hiker (7,5/10)
Fahrerflucht wird mit dem Leben bestraft...
Klassisches Creepshow-Feeling, doppelter Boden, Brüste, schlechtes Gewissen oder ein echter, gruseliger Verfolger? ... passt!

Fazit: nicht auf dem Niveau des Originals, aber dennoch kurzweilig, abwechslungsreich und mit einem echten Höhepunkt der Horroranthologiehistorie (The Raft) - eher solide TV-Unterhaltung als Kinofeeling, doch für Fans gruseliger Shorties oder Genreeinsteiger sicher einen Blick oder sogar Sammlungsplatz wert!

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