Dies ist definitiv Polanskis Bester!
Der Protagonist Trelkovsky, meisterhaft vom Meister selbst gespielt, gleitet langsam aber stetig in eine bedrückende, nihilistische und beklemmende Reise in den Wahnsinn.
Nie wurde die Entwicklung zur paranoiden Schizophrenie greifbarer und dennoch so unfassbar dargestellt.
Ähnlich wie bei EKEL geht es um die sukzessive Steigerung des Verfolgungswahns, der in einer finalen Katastrophe mündet. Jedoch geht das Schicksal Trelkovskys hier viel mehr an die Nieren, da hier ein unscheinbarer, bescheidener, schüchterner und liebenswerter Mensch entgleitet.
Die Bilder bleiben lange Zeit im Kopf des Zuschauers hängen.
Trotz der durchweg depressiven Stimmung des Films gehört dieses Meisterwerk in jede Filmsammlung, auch wenn man, so wie ich, sich diesen sehr unangenehmen Film nur alle 5 Jahre aus dem Regal zieht.
Merkwürdig hier auch: für mich war nicht auszumachen, ob es sich bei den letzten 2 Minuten des Films um einen Storytwist handelt, oder das Ende einfach nur dem Irrsinn Trelkovskys zu schulden ist.
Licht aus – Film reinschieben – Alpträume bekommen! Viel „Spaß" dabei!
10/10