Der Independent-Streifen „Cube“ war eine kleine filmische Sensation und fand durch die Bank weg fast nur positiven Anklang. Das Sequel „Hypercube“ konnte trotz zahlreicher Schwächen noch leidlich unterhalten doch was mit dem Prequel „Cube: Zero“ auf den Zuschauer losgelassen wurde kann nur als bodenlos bezeichnet werden.
Der Film beginnt mit einer plakativen Gewaltszene die zwar härter ist als die meisten Szenen in den ersten beiden Teilen, technisch jedoch auf unterstem Niveau realisiert wurde. Ernie Barbarash beweist mit dem öden Handlungsverlauf das er wohl kaum verstanden hat was die Qualität vom ersten „Cube“ ausmachte. Geradezu zwanghaft werden sämtliche Fragen beantwortet und die mystische Rätselhaftigkeit des Originals systematisch zerstört. Ich möchte nichts vorweg nehmen doch die stumpfe Einfallslosigkeit der Story-Entblätterung bedient sich der offensichtlichsten Lösung der Handlungsinterpretation und daran scheitert von Anfang an alles.
Das die minimalistische Geschichte des ersten Teils nicht für mehrere Filme reicht wurde schon allzu deutlich bei „Hypercube“ doch dieser konnte wenigstens mit optischen Qualitäten aufwarten. Das gelingt bei „Cube Zero“ zu keinem Zeitpunkt denn das simple Setdesign und die pseudo-düstere Atmosphäre zerstören jegliche Ansätze von Qualität.
Trotz eines höheren Budgets können weder die kargen Kulissen noch die recht zahlreichen Ekel-Effekte irgendwelche Pluspunkte sammeln und zu allem Überfluss sind die Schauspieler alles andere als überzeugend, mehr als müdes B-Niveau ist auch hier nicht zu holen. Am schlimmsten sind allerdings die wirklich grauenhaften „philosophischen“ Ansätze die besonders in den gnadenlos klischeehaften Dialogen zur Geltung kommen.
Fazit: „Cube Zero“ ist für mich das perfekte Beispiel für eine überflüssige Fortsetzung, nur selten erlebt man einerseits eine solche Verschlechterung und andererseits eine solche Zerstörung des Originals.
Deshalb die Tiefstwertung 01 / 10