"Hier boxt der Bär ..."
Ganz klar: Würde Uschi Digard nicht ihre mächtigen Melonen zeigen, würde "Die Nackten und Perversen" heute wahrscheinlich gänzlich in der Versenkung verschwunden sein. Dieser kleine sleazige Sexploiter bietet reichhaltige Sexszenen, die hart an die Grenze zum Hardcore gehen, wobei hier nicht nur die Hupen hüpfen, sondern durchaus der haarige Bär boxt - typisch 70er Jahre halt. Inhaltlicht wird dem Zuschauer nicht viel geboten. Es geht um Sammy, der sich durch den Film vögelt und sich auf einen Boxkampf vorbereitet, der niemals gezeigt wird. Zudem hat Sammy ein etwas beschränktes Weltbild und benutzt Frauen ausschließlich für seine Gewaltphantasien, was aus heutiger Sicht alles ein wenig unfreiwillig komisch wirkt.
Im Grunde ist "Die Nackten und Perversen" langweilig, bietet aber einige extrem skurrile Szenen wie z.B. die Sexszene am Pool mit Uschi Digard zu Beginn des Films. Im übrigen ist die hübsche Frau nach knapp 12 Minuten nicht mehr im Film zu sehen. Beim Fummeln und Vögeln am Pool huscht kurz ein Hund ins Bild, welcher wahrscheinlich zum Produktionsteam gehörte, aber auf jedenfall nicht zum Drehbuch. Auch die Mädchenhandel ist eher lächerlich aufgezogen und die sämtliche Filmkulissen sind sehr spärlich und haben Wohnzimmer- bzw. Lagerhallenoptik. Sammy ersteigert sich zudem eine Frau inkl. Keuschheitsgürtel und will diese erstmal ordentlich durchnehmen, als er plötzlich wie ein Kleinkind auf dem Bett liegt und anfängt zu wimmern. Das fand das Mädel wohl so süß, dass er sie gar nicht mehr vergewaltigen muss ...
"Die Nackten und Perversen" ist schlecht, unfreiwillig komisch und nicht einmal spannend. Es gibt eine handvoll Sexszenen inkl. Lesbenszene, man sieht hin und wieder den kleinen Boxsack von John Tull, sowie seinen kleinen Boxer und viele haarige Muschis. Interessant ist was anderes und man neigt sehr schnell dazu, sich durch den Film zu spulen. Für Fans von Sleaze-König Harry Novak aber durchaus einen Blick wert.