... Regisseur Edgar G. Ulmer, der sein Handwerk in der Weimarer Republik in Deutschland lernte, später nach Hollywood ging und dort, nachdem er sich nach seinem ersten erfolgreichen Film, "Die Schwarze Katze" (1934), mit den Machern überwarf, gezwungen war, als Regisseur von B-Movies weiterzuarbeiten. Aus den großen Studios verbannt oder von ihnen ignoriert, drehte er gezwungermaßen kleine Filme mit minimalen Budgets, die schwarze oder jüdische Publikumsgruppen ansprechen sollten, später engagierte er sich produktiver Regisseur der PRC, der Poverty Row von Hollywood, wo die billigen Schnellschüsse herunter gekurbelt wurden. Ulmer erscheint dabei stets ambitioniert, den nichtssagenden Filmen eine eigene Handschrift und eine interessante Bildsprache sowie technische Kniffe mit auf den Weg zu geben, doch trotz so manchen kreativen Outputs, gelang es ihm nie, zu den großen Studios zurückzukehren. Unwillig zu Kreuze zu kriechen, verbrauchte er viel Zeit und einen Gutteil seiner Gesundheit, um Projekte auf die Beine zu stellen, von denen andere profitierten.
Er starb scheinbar ungerühmt, doch Regisseure wie Coppola, Dante, Bogdanovich oder Wim Wenders erweisen ihm und seinem Weg hier noch einmal eine spezielle Ehre, während Mitarbeiter, Weggefährten und Ulmers Tochter versuchen, seinen Charakter zu entschlüsseln.