Review

Hier ein weiteres gutes Beispiel für ein komplett unbekanntes und untergegangenes B-Movie aus den 90er Jahren. Bloß macht es hier den Unterschied, dass " MOM " völiig zurecht in den Videothekenregale verstaubt. Regisseur Patrick Rand ( den Namen hab ich noch nie gehört ) kurbelte diesen Horrofilm sehr lieblos herunter.
Herausgekommen ist eine wirklich stinklangweilige Direct to Video Produktion.
Und zwar geht es hier um Monster, was sie eigentlich sind und wo sie her kommen, dass weiss der Geier. Auf jeden Fall ist es eine Mischung aus Vampir, Werwolf und Kannibale. Denn auch sie brauchen Menschenfleisch und Blut zum überleben und durch den Biss so einer Kreatur, verwndelt sich dann auch das Opfer langsam in so ein Monster. Der oder die Betroffene bekommt bald einen unvorstellbaren Blutdurst und wird sehr empfindlich gegen das Tageslicht. Wenn das Vieh dann Hunger kriegt, verformt sich das Gesicht und es sieht aus wie ein Werwolf, natürlich ist es auch megakräftig.

Inhalt:
Clay ist Fernsehreporter und hat ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter. Doch diese nimmt den seltsamen Nestor Duvalier ( Brion James ) bei sich auf. Was sie nicht weiss ist, das Nestor nachts zum Monster wird und bald beisst er die alte Frau. Kurz darauf wird er von Clay zur Strecke gebracht. Doch Mutter verändert sich auf einmal, streift nachts durch die Straßen und bringt Obdachlose um. Das kann Clay nicht weiter zulassen und sperrt sie daheim ein. Doch ihr Hunger wird so groß, dass sie immer noch zu ihren Mitternachtshäppchen kommt. Clay verliert seinen Job und seine Freundin, aber er weiss nicht wie er der Sache Herr werden soll, schließlich ist es seine Mutter und er bringt es nicht übers Herz sie zu töten.

Man hätte aus diesem halbgaren Plot zumindest einen soliden Horrorfilm formen können. Doch Patrick Rand hat hier auf ganzer Linie versagt. Anstatt den Film flott vom Leder zu ziehen, hält er sich in langweiligen Familiengeschichten auf, versucht zu viele Charaktere einzuführen und nervt mit unnötigen und viel zu langen Dialogen. Dabei beginnt der Film recht vielversprechend mit einem Mord an einer Frau.
Auch die Maske der Monster, wenn sie sich verwandeln kann sich durchaus sehen lassen, sieht recht nett aus. Doch man erfährt gar nichts über die Viecher. Auf jeden Fall kann man sie nur mit Feuer töten.
Als viel zu blutleer, erweist sich " MOM " dann auch noch, ein paar Blutspritzerchen hier und da, Nestor wird abgefackelt und mal ein Akkuschrauber in der Schulter, das ist das einzig Erwähnenswerte in diesem Film. Ansonsten wird immer geschickt weggeblendet, damit man ja nicht zu viel sieht. Als enttäuscht der Film auch auf der Goreseite. Bei einer heutigen Neuprüfung, dürfte locker eine FSK 16 Freigabe herausspringen.

Sogar das Finale ist von der laschesten Sorte und hat sich nach 5 Minuten schon wieder erledigt, schließlich richtet sich MOM selber hin, wie langweilig. Das ist auch der riesen Fehler des Films. Anstatt mal den großen Otto loszumachen, hält man sich ewig lang mit irgendwelchen Familienwerten auf, die hier keine Sau interessieren und auch gar nicht hier hinein gehören. Und dann noch die Sache mit Clay und seiner Freundin, die langweiligen Ermittlungen der Polizei, das zieht den Film wie Kaugummi.

Immerhin sind die Darsteller recht glaubwürdig, doch richtig bekannt dürfte hier nur Brion James sein. Er ist recht amüsant anzusehen, kratzt aber schon viel zu früh ab. Der Rest des Feldes kann sich auch sehen lassen.
Auch die Atmosphäre greift einfach nicht, die Spannung fährt leider auch ne Nullnummer und auch die Nachtaufnahmen können nicht punkten.
Der Score ist eintönig und schlapp und untermalt das Geschehen sehr halbgar.

Fazit:
Wirklich todlangweilig, wer einschlafen will, für den ist " MOM " die richtige Medizin. Die Story ist halbgar und leider auch sehr unblutig. Immerhin kann das Make up punkten und auch die Darsteller sind nicht übel. Atmosphäre und Score sind zu schwach.
Ich kann mir schon denken, warum " MOM " heute so unbekannt ist, denn das wollte damals schon Keiner sehen. Größtenteils trägt die Langeweile hier die Schuld, denn diese regiert den ganzen Film und macht ihn kaputt. Ich hab ihn einmal gesehen und das war auch das Letzte mal. Kann ich Niemandem empfehlen.

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