Das Leben macht für Michael kaum mehr Sinn. Von der Gesellschaft wird er immer wie mehr ausgeschlossen. Sein Leben ändert sich jedoch schlagartig, als ihm eines Tages ein Engel erscheint. Von nun an sieht Michael einen Sinn in seinem Leben: Er ist der Auserwählte, das Jüngste Gericht. Er soll die Gesellschaft von den schlimmsten Sündern "befreien"...
Ich vergleiche Roger Grolimunds dritten Film (nach zwei Kurzfilmen) DEUTERONOMIUM jetzt einfach einmal mit BURNING MOON und PREMUTOS, zwei der frühsten Werke von Ittenbach. Ittenbach war für die Realisation der Goreszenen in DEUTERONOMIUM zuständig.
Die eben erwähnten Filme weisen doch einige Gemeinsamkeiten auf. Ein Schwachpunkt ist zum Beispiel bei allen die uninteressante, nein, die dämliche Story.
Dafür sind der Score und die Qualität der Gore-Effekte eindeutig besser, als bei vielen anderen vergleichbaren Produktionen. Punkten kann DEUTERONOMIUM bei den Schauspielern. Die meisten sind wenigstens etwas fähiger, als diejenigen in eben zum Beispiel BURNING MOON.
Leider hat DEUTERONOMIUM jedoch das gleiche Problem, wie viele andere ähnliche Genrebeiträge auch. Da die Story alles andere als mitreissend ist, der Film kaum Spannung, keine knisternde Erotik, (pechschwarzen) Humor usw. bietet, lebt er hauptsächlich von den Gore-Effekten. Und eine Handvoll blutiger – wenn auch gut gemachter – Goreszenen, machen halt noch längst keinen guten Film...
Noch ein letzter Vergleich mit BURNING MOON und PREMUTOS: In den ersten 60 Minuten (und so lange dauert er auch nur), ist DEUTERONOMIUM der etwas weniger langweilige und besser gemachte Film. Aber die beiden erwähnten Ittenbach-Filme bieten in den letzten Filmminuten ein minutenlanges – schlicht geiles – Blutbad, dass DEUTERONOMIUM halt leider nicht vorweisen kann.
Trotzdem: Zumindest alle Genrefans aus der Schweiz sollten diesen Film in ihrer Sammlung haben!
5 Punkte