Johannes ist ein Erfolgstyp - kein Wunder, daß er zum Manager des Jahres gewählt wird. Doch sein Führungsstil kann man durchaus als exzentrisch beschreiben: aus einer morgendlichen Laune heraus, verprellt er den potentiellen Käufer seines Hotels und lehnt den Verkauf rundweg ab. Ein anderer Interessent scheint nicht in Sicht zu sein, die erzielbaren 80 Millionen Verkaufserlös werden "locker" in den Wind geschrieben. Nun gehört das Hotel also erstmal ihm... da will er sich gleich mal incognito dort umschauen (würd ich genauso machen).
Bei seinem Rundgang durchs Hotel wird er von Servicemitarbeiterin Sophie für den neuen Aushilfskellner gehalten und kurzerhand in seine vermeintliche Arbeitsmontur gesteckt. Johannes nimmt's hin, hat er doch sofort ein Auge auf die attraktive Kellnerin geworfen.
Misel Maticevic spielt den Johannes Heinrich ganz passabel, allerdings wirkt er stellenweise fast gelangweilt von seiner Rolle. Seine betont lustlose und schlurige Art mag stellenweise zum Charakter des "Jo" passen, aber wirkt meist doch deplaziert. Sein Dauergegrinse wirkt zudem recht einseitig. Lisa Martinek als Sophie kommt zwar süß rüber, aber auch sie kann nicht wirklich überzeugen. Trotzdem - der Film ist unterhaltsam, kann mit einigen netten Gags aufwarten. Und vorallem bietet er eins: Jede Menge Schnulz. Herzschmerzromatik à la Rosamunde Pilcher, Millionär liebt Aschenputtel, Pretty Woman läßt grüßen.
Mehr Abwechslung und ein nicht ganz so geradlinig verlaufender Plot hätte dem Film gut getan. Das Happy End ist unvermeidlich, wenn auch amüsant umgesetzt. Ein nettes Fernsehfilmchen.
(6/10)