Review

Der leider letzte Amicus-Episodengrusler wurde 1980 veröffentlicht und kann mit einem wie immer stimmungsvollen Vincent Price in der Rolle des Erzählers in der Rahmenhandlung aufwarten, Regie führte Roy Ward Baker. „Monster Club“ macht fast von der ersten bis zur letzten Minute Spaß: Beginnend mit der „typisch britischen“ Anfangssequenz über den den gesamten Film über vorhandenen schwarzen Humor bis hin zu den großartigen, als Intermezzi im „Monster Club“ vorgetragenen Rock’n’Roll- und New-Wave-Songs, zu denen sich eine Stripperin sogar bis auf die Knochen entkleidet. Die drei Episoden sind allerdings von unterschiedlicher Qualität. Episode 1 um einen seltsamen, menschenscheuen Eigenbrötler überzeugt mit kameratechnischen Licht-/Schattenspielereien, düsterer Atmosphäre, Melancholie und einem schockierenden Ende. Episode 2 um eine Vampirfamilie fiel für meinen Geschmack leider zu albern aus und fällt auch durch die unlustige Pointe deutlich ab. Episode 3 reißt das Ruder aber wieder herum und präsentiert tolle morbide Sets und sehr gelungene, unheimliche Comic-Zeichnungen. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ist allen drei Episoden die sorgfältige, stets stimmige musikalische Untermalung gemein. Im Finale der Rahmenhandlung gibt’s dann noch eine ordentliche Kelle plakativer Kritik am Monster „Mensch“ um die Ohren gehauen, die die Ausrichtung dieses Films, den Menschen eher denn die Monster als Bedrohung darzustellen, unterstreicht. Da übersieht man dann auch gerne mal, dass Episode 3 in dieser Hinsicht etwas aus dem Rahmen fällt... Für Freunde von Creepshow, Geschichten aus der Gruft etc. ein empfehlenswertes Vergnügen. Die deutsche DVD ist qualitativ ok und sehr günstig zu haben, also zuschlagen! Jetzt muss ich nur noch irgendwo diesen genialen Soundtrack auftreiben...

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