Review

In Monster Dog spielt Alice Cooper den Rockmusiker Vince Raven, der zusammen mit seiner Band in seine abgelegene Heimat zurückkehrt, um dort ein Musikvideo zu drehen. Doch was als künstlerischer Ausflug beginnt, wird schnell zum Alptraum: In der Gegend geht das Gerücht um, ein mysteriöses, hundeartiges Monster würde die Umgebung unsicher machen und Menschen zerfleischen. Die Gruppe wird mit einem blutigen Erbe, alten Legenden und einem tödlichen Familiengeheimnis konfrontiert – und bald wird klar, dass das Monster ihnen nähersteht, als sie es sich je hätten vorstellen können.

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Ein typisches Kind seiner Zeit


Monster Dog ist ein Paradebeispiel für 80er-Jahre-B-Horror mit allem, was dazugehört: körnige Optik, düstere Nebelschwaden, handgemachte Monster-Effekte und ein gehöriger Schuss Trash-Charme. Besonders auffällig ist der kultige Titelsong „Identity Crisis“, den Alice Cooper selbst beisteuert – ein rockiger Ohrwurm, der vermutlich das Budget fast alleine rechtfertigt.

Tatsächlich ist Alice Cooper nicht nur Soundtrack-Lieferant, sondern auch Hauptdarsteller, und das überraschend solide. Zwar merkt man ihm an, dass er kein ausgebildeter Schauspieler ist, doch sein Overacting wirkt charmant und bewusst überzogen – ganz im Sinne des Films. In einem ansonsten eher mäßig besetzten Cast sticht Cooper dadurch sogar positiv hervor.

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Blutarm, aber nicht ohne Biss


Wer heute Monster Dog sieht, darf keine Splatter-Orgie erwarten. Trotz Werwolf-Thematik bleibt der Film erstaunlich zahm – Gore und Splatter sind spärlich dosiert und beschränken sich auf ein paar wenige handgemachte Effekte, die aus heutiger Sicht eher nostalgisch als gruselig wirken. Das Creature Design ist trashig, aber irgendwo charmant, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Budget sichtbar gering war.

Die Story selbst ist dünn und liefert kaum echte Überraschungen. Genreklischees werden brav abgearbeitet, und die Dramaturgie hat mitunter arge Längen. Doch genau das macht ihn für Fans des Trash-Horrors auch irgendwie liebenswert – der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst und lebt vielmehr von seiner Atmosphäre, der Musik und dem Vintage-Flair.

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Hintergrund-Facts:


Der Film wurde in Spanien gedreht und ursprünglich in Englisch aufgenommen, allerdings wurde Alice Cooper in der US-Fassung synchronisiert, obwohl er eigentlich auf Englisch spielte – kurioserweise sogar mit einer ganz anderen Stimme.

Regie führte Claudio Fragasso, besser bekannt für Troll 2 – einem der „besten schlechtesten Filme aller Zeiten“. Monster Dog trägt eine ähnliche Handschrift, nur eben mit Werwölfen.

Der Film war in manchen Ländern lange Zeit schwer zu bekommen, wurde aber später unter Trash-Fans zum Kultfilm, vor allem wegen Cooper und dem Musikvideo-artigen Look.

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Fazit

Nostalgie trifft Trash-Horror


Monster Dog ist keine filmische Offenbarung, aber ein kultiger 80er-Horror, der genau das liefert, was man erwartet: eine seichte Werwolf-Story, ein charismatischer Rockstar als Held, viel Nebel und ein geiler Soundtrack. Wer Trash liebt, die 80er verehrt und ein Faible für Alice Cooper hat, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

Trashiger, handgemachter Werwolf-Rock mit Nostalgiefaktor – schwach auf der Brust, aber mit Herz.

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