Der will doch nur (Rock) spielen
Von keinem Geringeren als dem "Troll 2"-Mastermind Claudio Fragasso kam eine halbe Dekade vorher "Monster Dog" aka "Leviatan", in dem Alice Cooper (!) einen etwas verwirrten und mitgenommenen Popstar sielt, der mit seiner Crew nach Jahren in sein nebliges Heimatdörfchen zurückkehrt, dort u.a. von einem monströsen Hundewesen drangsaliert wird und seinen Rockstarmann stehen muss...
A Strange Werewolf in Coopertown
Ein wenig "Evil Dead"-Vibes, ein bisschen "Werewolf in London", ein Stückchen Belagerungswestern, ein guter Schuss "Fragasso-Trashigkeit", trotzdem insgesamt erstaunlich nie dermaßen dilettantisch, wie man im schlimmsten oder lustigsten Fall erwarten könnte. "Monster Dog" streunt irgendwo zwischen den Linien, Stühlen und Merkmalen des guten/schlechten Geschmacks. Wirklich viel Tierterror gibt's auch nicht. Auf echte Spannung hofft man vergebens. Trotzdem gibt's im Nebel da draußen selbstredend noch viel schwächere "Fragassos". Dennoch würde ich "Monster Dog" niemals als gut bezeichnen. Aber er tat halt nicht weh. Er ging, und ich wundere mich echt das zu schreiben, fast sogar ganz süffisant und ungefährlich durch. Man darf aber unter keinen Umständen ein Trashfest a la "Troll 2" oder einen ernstzunehmenden Tierhorrorfilm a la "Cujo" erwarten. "Monster Dog" versumpft irgendwo dazwischen im Niemandsland. Eher eine fahle Verkettung passabler Schockszenen. Ungeniert gestreckt durch Alice Cooper-"Musikvideos" mit bösem Ohrwurmfaktor und attraktiven Damen. Manchmal reicht das. Manchmal aber auch nicht.
Fazit: Eine nebelige und konfuse Angelegenheit zwischen spanischer Pampas und amerikanischem Tierterror... Alice Cooper schafft es nicht einen Rockstar zu "spielen". Und Fragasso schafft es nicht einen guten Film zu machen. Trotzdem nicht uninteressant.